8. Juli 2020

Arbeitgeber­attraktivität – go digital or go home


Kategorie: Karriere

Ein Beitrag von:

Tobias Stephan
Tobias Stephan
Gerade in einer Krisenzeit zeigt sich, wie sehr eine Kommune als sichere und soziale Arbeitgeberin von ihren Beschäftigten geschätzt wird. Was ist nun zu tun, um von dieser Wertschätzung zu profitieren, wenn die Krise wieder vorbei ist? Wie kann die Arbeitgeberattraktivität von Kommunen verbessert werden? Dazu braucht es vor allem zwei Dinge: Digitalisierung und Employer Branding.

New Work & Co. als Teil der Arbeitgeberattraktivität

Die neue Arbeitswelt, Arbeiten 4.0, New Work – alles unterschiedliche Begriffe für das Arbeiten von morgen. Eines haben sie aber gemeinsam: Digitale, smarte Prozesse und entsprechende Ausstattung der Beschäftigten mit zeitgemäßer Hard- und Software. Ganz wichtig: die Möglichkeit, vollwertig im Homeoffice zu arbeiten. Letzteres übrigens nicht nur in Zeiten von Ausgangsbeschränkungen und „social distancing“.

Das alles bieten immer mehr Organisationen und es wird von immer mehr Beschäftigten aktiv eingefordert. Gerade in der „Post-Corona-Zeit“ wird sich die Spreu vom Weizen bei den Arbeitgebern trennen. Zwischen denen, die es wirklich ernst meinen mit neuen Ansätzen und denen, die Home Office & Co eben nur gezwungenermaßen eingeführt haben.

Aufholjagd bei der Digitalisierung

Kommunen und der öffentliche Dienst können und dürfen sich diesem Trend nicht entziehen. Zunächst müssen sie jedoch die Versäumnisse der Vergangenheit aufholen. Denn so lange das Image von Kommunalverwaltungen noch durch die Papierakte und bürokratische Prozesse geprägt ist, wird es schwierig, sich auf dem Arbeitsmarkt zu positionieren.

Gleiches gilt für die eigenen Stellenanzeigen. Laut der Studie „Azubi-Recruiting-Trends 2019“ (Die Studie kann hier angefordert werden) haben fast 85 Prozent der befragten Bewerberinnen und Bewerber ihren Ausbildungswunsch bei Google als Suchbegriff eingegeben. Also müssen auch das eigene Recruiting, die eigenen Bewerbungsprozesse entsprechend angepasst werden. Es gilt, eigene Karriereportale zu entwickeln und die Stellenanzeigen auf digitalen Plattformen zu schalten. Denn nur so werden sie auch in der digitalen Welt wahrgenommen.

Relaunch Karriere-Portal der LHM

Auch die Landeshauptstadt München geht diesen Weg sehr konsequent. So ist zum 1.7.2020 das überarbeitete Karriereportal www.muenchen.de/jobs mit so genannten Jobboards live gegangen. Im Portal werden anschaulich die Vielfalt der Karrierechancen sowie die Vorteile einer Anstellung bei der Landeshauptstadt vorgestellt.

Die jeweils offenen Stellen sind dort nach Branchen gebündelt. So sind alle Digitalisierungsjobs unter dem Stichwort #ITkarriere beispielsweise unter „IT- und Telekommunikation“ zu finden.

München als (Arbeitgeber-)Marke

Neben der Digitalisierung kommt es auf eine echte Arbeitgebermarke („employer brand“) an. Leider wird eine Kommune noch allzu oft nur als „Verwaltung“ wahrgenommen, aber nicht als potenzielle Arbeitgeberin. Die Arbeitgebermarke kann dieses Manko beheben.

In ihrem Mittelpunkt steht das Arbeitgeberversprechen. Also das, für was die Kommune als Arbeitgeberin steht: ihre Werte und ihre Kultur. Und auch das, was sie positiv von anderen Arbeitgebern, mit denen sie im Wettbewerb steht, abhebt. Hier können die Sinnhaftigkeit, die Regionalität, der Dienst an den Menschen, die Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten und mehr im Sinne der Arbeitgeberattraktivität aufgeführt werden.

In Verbindung mit intelligentem Personal- und Ausbildungsmarketing leistet Employer Branding einen wichtigen Beitrag, um am umkämpften Arbeitsmarkt bestehen zu können und sich zu behaupten. Und zwar sowohl im Ausbildungsbereich bei der Generation Z als auch bei direkten Berufsanfängern oder Quereinsteigern.

Eine für alle

Motiv der digitalen Markenkampagne für die LHM während Corona

Das Ergebnis einer attraktiven und authentischen Arbeitgebermarke ist dann Arbeitgeberattraktivität nach Innen und Außen:

Die Identifikation der Beschäftigten mit ihrem kommunalen Arbeitgeber wird gestärkt. Im besten Fall werden sie zu echten Markenbotschafterinnen und -botschaftern.

Die Landeshauptstadt München ist gerade mitten im Prozess des Employer Brandings. Mehr zur neuen Arbeitgebermarke der LHM dann demnächst hier im Blog auf muenchen.digital.

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