Zuhause nah am Ostbahnhof? Dann machen Sie mit bei der Befragung zur Digitalisierung!

14. April 2022
Ein Beitrag von Jennifer Sander

Die Landeshauptstadt München erarbeitet zurzeit für die Stadtbezirke rund um den Ostbahnhof, den sogenannten Handlungsraum 3, ein Integriertes Digitales Entwicklungs­konzept, kurz IDEK. Erklärtes Ziel ist dabei, praxisnahe Konzepte zur Digitalisierung in den Stadtquartieren zu entwerfen. Bürgerinnen und Bürger mit Ortsbezug sind deshalb herzlich eingeladen, über die neue Beteiligungsplattform unser.muenchen an einer Befragung zur Digitalisierung teilzunehmen. Auch Sie kennen dieses Viertel und haben Ideen für seine digitale Zukunft? Dann bringen Sie sich jetzt ein! Die Öffentlichkeitsbeteiligung läuft noch bis zum 8. Mai 2022.

Der „Handlungsraum 3“ als Modellquartier

Im Zuge des Förderprogramms Smart Cities Smart Regions unterstützt das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr Städte und Gemeinden bei der Erarbeitung eines Integrierten Digitalen Entwicklungs­konzepts (IDEK). Neben zehn anderen Kommunen ist auch München mit dabei.

Im Rahmen des Entwicklungskonzeptes werden von der Stadtplanung sogenannte Handlungsräume definiert, und zwar für Gebiete mit besonders dynamischer Entwicklung und hohem Handlungsdruck. Dort sollen dann unter enger Einbindung der Bürgerschaft praxisnahe Ansätze für eine Digitalisierungs­strategie mit örtlichem Bezug entstehen. Das Modellquartier in München, der Handlungsraum 3, ist das Areal rund um den Ostbahnhof mit Teilen der Stadtbezirke Berg am Laim, Au-Haidhausen, Ramersdorf und Obergiesing.
Karte vom Handlungsraum 3

Der Handlungsraum 3 rund um den Ostbahnhof,
Quelle: Kommunalreferat, Geodatenservice

Ziele des Beteiligungsverfahrens

Das IDEK hat zum Ziel die Digitalisierung in den Quartieren zum Nutzen der Stadtgesellschaft zu gestalten und aufzeigen, wo welche digitalen Werkzeuge und Dienst­leistungen sinnvoll sind.

  • Welche bestehenden digitalen Angebote sollten verbessert werden, auch um möglichst allen Menschen eine digitale Teilhabe zu ermöglichen?
  • Welche zusätzlichen digitalen Strukturen könnten den Handlungsraum in Zukunft noch lebenswerter machen?

Es versteht sich von selbst, dass die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger ein Schlüsselfaktor ist, um die örtlichen Bedürfnisse und Wünsche zu erkennen.

Was braucht das Quartier im Hinblick auf Digitalisierung?

Zunehmend mehr tägliche Belange lassen sich online und mobil erledigen. Beispiele für entsprechende Angebote sind Navigations-Apps, soziale Medien, Online-Shopping und -Lieferdienste bis hin zu Straßenlaternen, die über Sensoren Verkehrsströme messen und verarbeiten. Und was braucht das Quartier? Hier stellt das Beteiligungsprojekt konkret folgende Fragen zur Diskussion:

  • Welche digitalen Angebote wünschen Sie sich für Ihr Quartier?
  • Wie lässt sich der öffentliche Raum mit Digitalisierung besser nutzbar machen?
  • Wie stellen Sie sich den digitalen Austausch mit Stadt, lokalen Akteurinnen und Akteuren und Nachbarschaft vor?
  • Was braucht es dafür?

Die Ideen, die bisher von Bürgerinnen und Bürgern eingereicht wurden, sind vielseitig. Da geht es beispielsweise um eine intelligente Verkehrssteuerung, smarte Lieferzonen oder interaktive digitale Elemente für den öffentlichen Raum. Andere sprechen sich für eine Förderung von Teilhabe und Kommunikation aus, beispielsweise in Form von Bürgertreffs mit freiem WLAN oder IT-Assistenz für Personen, die Unterstützung mit Computern oder Smartphones benötigen. Auf der Plattform können Sie alle Vorschläge einsehen, bewerten und kommentieren – und natürlich Ihre eigenen Ideen einbringen.

So geht’s weiter

Voraussichtlich wird es noch im Juni eine öffentliche Veranstaltung im Handlungsraum 3 geben. Auf diesem „Markt der Möglichkeiten“ wird das IDEK einschließlich geeigneter Vorschläge aus der Beteiligungs­phase vorgestellt und diskutiert. Nach Einarbeitung der Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung wird das Konzept mit der Erstellung eines Maßnahmenkatalogs zur Digitalisierung fertiggestellt.

Wenn Sie sich für die gesamtstädtische Digitalisierungsstrategie, ihre Prinzipien und Handlungsfelder interessieren: Auch dazu ist derzeit ist noch ein Beteiligungsprozess im Gange, wie in einem anderen Blogbeitrag bereits angekündigt.

Kommentare (0)


Schreiben Sie doch den ersten Kommentar zu diesem Thema.

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Weitere Beiträge

Feedback zum Beitrag:

4 Bewertungen mit 3.8 von 5 Sternen
Jennifer Sander - E- und Open Government & Smart City im IT-Referat
Ein Gastbeitrag von:
Jennifer Sander
E- und Open Government & Smart City im IT-Referat
Jessica Przybylski - Content Managerin
Co-Autoren­schaft:
Jessica Przybylski
Content Managerin