30. Dezember 2019

Das Digitale München im Jahres­rückblick


Kategorie: Digital

Ein Beitrag von:

Dr. Stefan Döring
Dr. Stefan Döring

2019 gab es viel Neues unter dem Motto „München.Digital.Erleben“. Wir fassen die Highlights des Jahres nochmals zusammen:

IT? Machen!

Los ging es bereits am 17. Januar mit dem 1. Infotag Digitalisierung.

CDO Thomas Bönig hatte den Stadtrat und die Leitungen der Referate und Eigenbetriebe der Landeshauptstadt München eingeladen, das Thema Digitalisierung zu diskutieren.

Vertreter von ADAC, BMW, UnternehmerTUM, Siemens, IHK und Münchner Rück gaben einen Input, was Digitalisierung in Organisationen eigentlich bedeutet. Besonders im Gedächtnis geblieben sind die offenen Worte von Gerrit Pohl und Jens Monsees.

munich4europe

Unser Kollege Franz-Josef Möller berichtete über seinen Einsatz als „Munich Young Ambassador“ auf der Jahreskonferenz der Eurocities in Schottland.

Er gab uns einen sehr persönlichen Bericht über seine Auswahl zum Jugendbotschafter im Rahmen der Kampagne #munich4Europe, seine Erlebnisse in Edinburgh und Einblicke in das Münchner EU-Projekt Smarter Together. Besonders bemerkenswert ist sein selbst gedrehtes Video und der glühende Appell für mehr Europa.

Franz-Joseph Möller (Mitte) mit anderen Ambassadors

Augmented Reality in der Stadtplanung

Haben Sie gewusst, dass am 5. März Tag der Vermessung und Geoinformation war?

Wir haben dies zum Anlass genommen, zu zeigen, wie München auf Grundlage eines 3D-Stadtmodells Lösungen für Augmented Reality entwickelt. Ziel ist es, über Stadtplanung nicht nur auf Basis von Vorlagen und Plänen zu entscheiden, sondern sie virtuell zu erfahren. Markus Mohl vom GeodatenService München stellte zwei Wege vor.

An dieser Stelle des Jahresrückblicks der Hinweis auf die Serie #explainIT. In den Blogartikeln in der Rubrik „Service“ unter diesem Stichwort erklären wir immer wieder Begriffe der Digitalisierung. Der Gastbeitrag von Professor Philipp A. Rauschnabel und Katrin Brunner von der Universität der Bundeswehr über Augmented Reality ist da nur ein Beispiel.

Markus Mohl vom GeodatenService München mit der HoloLens

Keine Denkverbote

Anfang März ist das Innovation-Center im IT-Referat der Stadt München gestartet. Wir sprachen mit Manuela Hiesch, damals Praktikantin des Centers, über Zielsetzung, aktuelle Themen und ihre persönlichen Erwartungen.

Das Innovation-Center modernisiert die Stadtverwaltung und schafft den Freiraum für Innovation und Moderne. Gleichzeitig werden agile Methoden erprobt und ausgebildet. Es geht aber auch darum, Platz für Ideen zu schaffen. Das Innovation-Center schaut dann, was für die Landeshauptstadt daraus für eine innovative und sinnvolle Lösung entwickelt werden kann. Den gesamten Beitrag von Thomas Bönig gibt es hier zum Nachlesen.

Offene Daten für ein digitales München

Bereits zum fünften Mal lud das Projekt E- und Open Government im März 2019 in München zum Open Data Hackathon ein. Ziel war die Vernetzung der IT-Community, um gemeinsam mit offenen Daten der Stadt Lösungen zu erarbeiten. Denn die Bedeutung von Daten nimmt in einer immer digitaler werdenden Gesellschaft zu. Auf dem Hackathon ging es darum, diese für die Gemeinschaft zu nutzen.

Auch verschiedene Startups waren dabei, um ihren Beitrag zu einem digitalen München zu präsentieren. Anlass, um unsere #Startup-Couch zu starten. In kurzen Video-Interviews präsentierten die Gründerteams den Beitrag ihres Startups für München sowie Kooperationsmöglichkeiten mit der Stadtverwaltung:

Lass uns reden! Das Barcamp „Digitale Stadt“

Unser Ziel ist es, den Austausch über die Digitalisierung unserer Stadt zu fördern. Am 4. Mai haben wir daher erneut circa 120 Bürgerinnen und Bürger eingeladen, gemeinsam mit Stadtverwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft, zu barcampen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer brachten spannende Themen mit und stellten diese auf dem #MucGov19 in 24 Sessions zur Diskussion. Schnell wurde deutlich, wie vielfältig die Vorstellungen über die „Digitale Stadt“ sind und was die Verwaltung daraus lernen kann.

muenchen.digital ist da!

Im Juni feiern wir den Start dieses Digitalportals. Von einer ersten Sitemap bis zum Lauch von www.muenchen.digital hat es nur knapp 6 Monate gedauert. Gleichzeitig bedeutet dies den Abschied vom IT-Blog München, der hier integriert wurde. Die ganze Geschichte lesen Sie hier.

CDO Thomas Bönig sprach die Einladung aus, muenchen.digital mitzugestalten. Daher freuen wir uns über Gastbeiträge, Kommentare und neue Follower auf unseren Social Media Kanälen.

Etwa 3.000 Besucherinnen und Besucher pro Monat sowie einer Stehzeit von 5,5 Minuten machen uns ein wenig Stolz! Vielen Dank an alle Leserinnen und Leser!

Die Digitalisierungsstrategie München

Das war ein guter und wichtiger Tag für die Entwicklung unserer Stadt: Auf der Vollversammlung am 24. Juli hat der Stadtrat die von IT-Referent Thomas Bönig vorgestellte Digitalisierungsstrategie für München einstimmig verabschiedet.

Das Stadtratsdokument der Digitalisierungsstrategie (PDF auf muenchen-transparent.de) hat 70 Seiten. Hier ist in den Kapiteln 1 bis 5 skizziert, welchen Weg München in eine erfolgreiche digitale Zukunft nehmen wird. Die Kernbereiche Stadtverwaltung, Infrastruktur und Stadtgesellschaft gliedern den Inhalt.

Mehr erfahren Sie auf unserer Webseite zur Digitalisierungsstrategie mit Infografik und Video. Anfang 2020 startet zudem der Digitalisierungsradar mit der Möglichkeit, die Strategie zu kommentieren.

Tacheles reden!

In der Regel planen Menschen die digitale Zukunft, die in analogen Zeiten Karriere gemacht haben. Wir haben auf dem FutureCamp 2019 aber die Nachwuchskräfte der Stadt gefragt, wie sie die digitale Zukunft Münchens sehen.

250 Studierende und Auszubildende zeigten Engagement und Mut. Sie übernahmen Verantwortung für ihre vielen Ideen. Es wurde Tacheles geredet: Was funktioniert nicht gut, warum, was geht besser und wie? Spannende Diskussionen und jede Menge Spaß: Das 2. FutureCamp der Stadtverwaltung München war ein voller Erfolg!

Erneut wurden die für die Teilnehmenden wichtigsten Sessions im Münchner Stadtrat vorgestellt. Besonders freut uns, dass wir es mit dem Futurecamp in der Kategorie „Konzerne Young Professionals (Generation Y and Z Development)“ auf die Shortlist der HR Excellence Awards geschafft haben.

Menschenrechte gelten auch digital!

Im August ist München der „Cities Coalition for Digital Rights“ beigetreten. Die Initiative hat den Grundsatz, dass die gleichen Rechte, die Menschen offline haben, auch online gelten und geschützt werden müssen.

Mehr über die Ziele und inwieweit diese auch bei der Digitalisierung Münchens eine Rolle spielen, lesen Sie hier.

neoHR und die Neugestaltung der Arbeitswelt

Der zunehmende Fachkräftemangel, der demografische Wandel und die mit der Digitalisierung einhergehende rasante Veränderung der Arbeitswelt erfordern eine grundlegende Veränderung des städtischen Personalmanagements. Personalarbeit muss an vielen Stellen neu gedacht und konzipiert werden. Die Antwort auf diese Herausforderungen lautet: neoHR.

„Was Sie schon immer über Digitalisierung wissen wollten, aber nie zu fragen wagten“ war das Motto der gemeinsamen Mitarbeiter-Veranstaltung von IT-Referat und Personal- und Organisationsreferat im September. Im November beschloss dann der Stadtrat das gleichlautende Programm: Stadtratsbeschluss zu neoHR (PDF).

Neben der Neuorganisation der städtischen IT und der Finanzprozesse ist neoHR das dritte große Transformationsprogramm der Stadtverwaltung. Schlanke und effiziente Prozesse, ein modernes Organisationsmodell und neue Arbeitsweisen sind nur ein paar der wichtigen Begriffe, die zu neoHR gehören. neoHR startet nun zum 1. Januar 2020 und ist auf eine Laufzeit von sechs Jahren angelegt. Mehr Infos dazu hier.

Die drei Säulen des Programm neoHR

Kindl Pass – Online-Services mit Herz

Der Kindl Pass ist der erste Online-Dienst der Stadt München speziell für unsere jungen Bürgerinnen und Bürger. Mit diesem Dienst können Kinder online eine Art „Geburtsurkunde“ für ihr Kuscheltier oder ihre Puppe erstellen, sich das fertige Dokument herunterladen und ausdrucken. Es gibt verschiedene Versionen und natürlich darf eine Vorlesegeschichte nicht fehlen.

Unter dem Motto „Online-Services mit Herz“ ging der Kindl Pass im November als Ergebnis eines Projektes von dual Studierenden live. Erfahren Sie im Beitrag alle Hintergründe.

Gemeinsam in der Familie, in Kitas und Schulen können Kinder den Kindl Pass unter https://muenchen-kindlpass.de erstellen. Hier haben wir zudem jeden Advent eine Geschichte von Laura und Brummelbär rund um Weihnachten veröffentlicht. Lesen Sie doch mal rein!

​Das Konzert in der Tasche

Die Münchner Philharmoniker kann man nicht nur im Gasteig, sondern dank der App „Inside MPHIL“ fast ebenso „live“ im naheliegenden Park der St. Nikolai Kapelle erleben. Mittels App und Kopfhörer wird dabei der Eindruck erzeugt, dass man sich mitten im Konzert befindet.

Wer das 3-dimensionale Hörerlebnis​ erfahren möchte, sollte sich die App herunterladen und es ausprobieren. Alle Informationen dazu gibt es hier.

Digitalisierung wirkt!

Zum Ende des Jahres gibt es immer noch ein Highlight: den Open Government Tag. In seiner siebten Auflage war er bereits nach 24 Stunden ausgebucht, was uns natürlich sehr freut.

Dieses Jahr haben wir gefragt, ob die Technik tatsächlich etwas bringt oder ob wir nur deshalb digitalisieren, weil wir es können. Wir haben den Menschen in den Vordergrund gestellt.

Sieben Expertinnen und Experten gaben auf dem Open Government Tag Einblicke, wie Digitalisierung wirkt: in der Gesellschaft, in der Arbeitswelt und auch ganz persönlich. Weitere Themen waren die erfolgreiche Integration von Innovationen in Organisationen und eine zielgruppenorientierte Behördenkommunikation. In der Realität der meisten Organisationen gibt es da noch einiges aufzuholen, wie unsere kleine Umfrage zeigt.

Ich lade Sie ein, sich im Beitrag über die Ergebnisse zu informieren und vor allem das tolle Grafik Recording zu studieren.

Einen guten Start in das Jahr 2020!

Wir schließen das Jahr 2019 durchaus zufrieden ab: Mit muenchen.digital sind wir einen wichtigen Schritt in der Behördenkommunikation gegangen, unsere Veranstaltungen haben ein gutes Echo erhalten und wir konnten viel Neues zur Digitalisierung in München berichten. Es geht voran und auch 2020 haben wir uns viel vorgenommen:

Anfang des Jahres startet der Digitalisierungsradar. Hier erhalten Sie Einblicke in die Maßnahmen der Digitalisierungsstrategie und können diese kommentieren.

Wir bauen unsere Social Media Aktivitäten aus. Neben Twitter und unseren zahlreichen Filmen auf Youtube wird Thomas Bönig auch auf Instagram rund um das digitale München berichten. Folgen Sie uns, teilen Sie die Beiträge und geben Sie uns Feedback!

Auch laden wir Sie wieder zu unseren Veranstaltungen ein, um die Digitalisierung gemeinsam zu gestalten. Los geht es am 7. März 2020 zum internationalen Open Data Hackathon. Auch wird es wieder ein BarCamp „Digitale Stadt #MucGov20 geben. Am 6. Juni 2020 laden wir Sie ein, die Digitalisierungsstrategie Münchens zu diskutieren und eigene Ideen einzubringen.

Bleiben Sie über unsere Beiträge und Einladungen auf dem Laufenden und abonnieren Sie unseren Newsletter. Aktuell noch unter dem Namen E- und Open Government werden wir diesen zu einem monatlichen Bericht über aktuelle Beiträge und Veranstaltungshinweise ausbauen.

Stellvertretend für das Team „muenchen.digital“ wünsche ich Ihnen ein frohes neues Jahr 2020!

Kommentare (0)

 
Schreiben Sie doch den ersten Kommentar zu diesem Thema.

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Weitere Beiträge

Teilen