12. Oktober 2021

Datenaustausch­­plattform: Einfach und sicher vertrauliche Daten mit der Stadt teilen


Kategorie: Service

Ein Beitrag von:

Ella Hiesch
Ella Hiesch

Beim Versenden großer Datenmengen greift man oftmals auf Cloud-Speicher zurück: Daten hochladen, Link versenden, herunterladen. Klingt eigentlich nach einer optimalen Lösung. Ein solcher Datenaustausch mit Behörden birgt allerdings einige Herausforderungen: Aufgrund der Datenschutz- und Sicherheitsrichtlinien darf nicht auf die am freien Markt verfügbaren Anwendungen zurückgegriffen werden. Seit Oktober 2021 schafft die neue Datenaustauschplattform der Stadt München für vertrauliche Kommunikation mit einer Zwei-Faktor-Authentisierung (DAP-SB3) Abhilfe. Was Ihnen das nützt, erfahren Sie hier:

Datenaustausch intern und extern

Will man große Datenmengen versenden, ist eine E-Mail nicht geeignet. Das gilt für den Datentransfer innerhalb der Verwaltung, aber vor allem nach Außen an die Bürgerinnen und Bürger, Partnerorganisationen, Dienstleistungsunternehmen und Vertragspartnerinnen und Vertragspartner.

Bereits seit zwei Jahren ist die Landeshauptstadt München in der Lage, solche großen Dokumente wie amtliche Lage- oder Baupläne, Messdaten oder technische Zeichnungen auf digitalem Weg auszutauschen. Auch kann mithilfe der Kooperationsplattform auf Dateien zugegriffen werden. Doch hier steht die gemeinsame Arbeit an Dokumenten in verschiedenen Formaten im Vordergrund. Die Datenaustauschplattform dient, wie der Name schon deutlich macht, dem datenschutzkonformen und einfachen Austausch großer Datenmengen.

Datenaustauschplattform für vertrauliche Kommunikation!

Bisher war die Datenaustauschplattform aber für besonders schützenswerte Daten nicht sicher genug. Die neue Datenaustauschplattform unterstützt nun die sichere Kommunikation. Durch die zwei Faktor-Authentifizierung ist die Übermittlung vertraulicher Daten nun problemlos möglich.

Die Identität der Empfängerin oder des Empfängers von sensiblen Dateien, Verträgen oder Genehmigungen wird dabei durch die Kombination zweier voneinander unabhängiger Faktoren nachgewiesen. Ist dies erfolgreich, erhält man Zugang zu den übermittelten Daten.

Die Datenaustauschplattform unterstützt damit aber nicht nur stadtinterne Referate und Fachbereiche beim Datentransfer. Vor allem auch Architektur- und Ingenieurbüros, der Stadtrat und die Stadtgesellschaft profitieren von der neuen Datenaustauschplattform mit dem internen Namenskürzel „DAP-SB3“.

Wie kann ich die Datenaustauschplattform nutzen?

Wenn Sie größere oder besonders vertrauliche Datenmengen mit der Stadt München austauschen möchten, ist zunächst eine Registrierung auf der Datenaustauschplattform nötig. Um einen Zugang zu beantragen, wenden Sie sich gerne direkt an die jeweilige städtische Fachabteilung, mit der Sie in Kontakt stehen.

Nach dem Akzeptieren der Nutzungsbedingungen, erhalten Sie per Post einen QR Code, mit dessen Hilfe ein zeitlich limitiertes Einmal-Kennwort generiert wird. Anschließend können Sie sich mit diesem Code, der eigenen Nutzerkennung und Ihrem Passwort auf der Datenaustauschplattform anmelden.

Die Nutzung selbst ist kostenfrei. Inhalte sind auf der Plattform 30 Tage online verfügbar. In diesem Zeitraum können die Informationen heruntergeladen und lokal abgelegt werden.

Kommentare (2)
  1. Hallo Datenschützer,

    neben dem Datenschutzthema spielen natürlich noch weitere Aspekte eine Rolle bei der Wahl der Plattform. Als Landeshauptstadt München sind wir verpflichtet, sorg- und achtsam mit den Daten unserer Bürgerinnen und Bürger umzugehen. Dazu zählt unter anderem auch, dass die Server, auf denen die Daten zwischengespeichert werden, in Deutschland betrieben werden und wir selbst Herr über die Daten sind.

    Der Datenschutz soll keinesfalls in ein negatives Licht gerückt werden, sondern ist, zusammen mit verschiedenen Vorgaben im Bereich IT-Sicherheit, für uns Anlass unsere Prozesse und Angebote zu verbessern und weiterzuentwickeln.

    Viele Grüße

    Antworten
  2. Ich finde es völlig daneben, den Datenschutz als Bumann darzustellen. Es gibt sehr wohl datenschutzkonforne Anbieter auf dem freien Markt mit Ende-zu-Ende Verschlüsselung und Multi-Faktor-Authentifizierung wie z.B. die Schweizer Firma Tresorit. Es mag Gründe geben, als Stadt eine eigene Lösung anzubieten (z.B. Kontrolle, Preis, …) aber dies ist eben nicht der Datenschutz.

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