26. November 2020

Deutscher Mobilitäts­preis 2020 – Fahrrad­infrastruktur und Digitaler Zwilling


Kategorie: Partner


Ein Gastbeitrag von:
Steffen Linßen, - Mitgründer von Upride Steffen Linßen,
Mitgründer von Upride

Co-Autoren­schaft:
Markus Mohl, - Kommunalreferat München Markus Mohl,
Kommunalreferat München

Mit dem Deutschen Mobilitätspreis werden Projekte prämiert, die Mobilität sicherer, effizienter und nachhaltiger gestalten. Dieses Jahr gehört das Münchner Start-up Upride zu den Gewinnern und wurde gestern ausgezeichnet. Upride ist kein Unbekannter und arbeitete bereits früh mit der Stadtverwaltung zusammen. Neu ist, dass die Datengrundlage für die Fahrrad-App im Digitalen Zwilling München aufgeht. Der Preis ist damit ein toller Erfolg für alle Beteiligten, der die Möglichkeiten der Digitalisierung unserer Stadt eindrucksvoll unter Beweis stellt. Markus Mohl aus dem Kommunalreferat und Steffen Linßen von Upride geben im Gastbeitrag einen Einblick:

Deutscher Mobilitätspreis 2020

Der Deutsche Mobilitätspreis ist eine Auszeichnung der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur. Der Preis wird jährlich an innovative Ideen aus ganz Deutschland zur Zukunft der Mobilität vergeben. Unter dem diesjährigen Motto „Intelligent unterwegs: Gemeinsam. Vernetzt. Mobil“ wurden aus rund 300 Bewerbungen 10 Projekte ausgezeichnet, die Mobilität sicherer, effizienter und nachhaltiger gestalten. Unter den Gewinnern findet sich das Münchner Start-up Upride.

Upride – Für eine bessere Fahrradinfrastruktur Münchens

Upride (ehemals Bike|Solutions) erhebt wertvolle Radverkehrsdaten, um gezielt und nachhaltig Infrastrukturplanung zu optimieren. Mittels Tracker am Fahrrad vieler Münchnerinnen und Münchner werden sehr präzise Bewegungsdaten erhoben. Diese werden mit offenen Daten kombiniert, um so die Stadtplanung zu verbessern. Dabei stellt Upride den Bezug zum Schwerpunktthema „Vernetzung“ des Deutschen Mobilitätspreises her.

Upride ist kein Unbekannter in der Stadtverwaltung. Über sein Start-up und den Weg dahin berichtete Steffen Linßen bereits hier im Blog. Das Team war zudem Teil unseres Open Data Hackathons, des FutureCamps sowie des Open Government Tag 2019. Upride gewann darüber hinaus bereits 2019 wegen der innovativen Lösung für bestehende und künftige Herausforderungen den ersten Preis beim Innovationswettbewerb. Auch die Süddeutsche Zeitung hat erst kürzlich von dem jungen Start-up berichtet.

Datenerhebung im Digitalen Zwilling München

Von besonderem Interesse ist die Lösung von Upride für die Datenerhebung im Projekt Digitaler Zwilling München. In diesem Rahmen wurden diesen Sommer in einer mehrmonatigen Kampagne mit den Fahrradtrackern präzise Ortungs-, Erschütterungs-, und Bewegungsinformationen von teilnehmenden Radfahrenden erhoben. 25 städtische Beschäftigte waren dabei. Eine zugehörige App bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern außerdem die Möglichkeit, gefährliche und ineffiziente Stellen in der Infrastruktur zu melden.

Die auf über 7.000 geradelten Kilometern erfassten Daten wurden von Upride ausgewertet und der Stadt als Planungsgrundlage für Infrastrukturprojekte zur Verfügung gestellt. Hier leitete man konkrete Handlungsempfehlungen für Münchens Mobilität ab. Die Daten sind für den Digitalen Zwilling München sehr wertvoll. Die Einbindung der mobilen Sensoren und die daraus entwickelten Analysen werden dort dargestellt und allen städtischen Fachbereichen zugänglich gemacht.

Münchens Digitaler Zwilling
Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

Der Deutsche Mobilitätspreis 2020 für Upride ist damit nicht nur eine weitere Erfolgsstory des Start-ups, sondern die gestrige Preisverleihung ebenso ein schöner Abschluss der Kampagne, die in enger Abstimmung mit dem Projektteam des Digitalen Zwillings München und verschiedenen Referaten realisiert wurde. Auch zukünftig wird die Stadtverwaltung die Planungen für die Mobilität von morgen auf solche Daten aufbauen.

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