3. Juli 2020

#Digital­Miteinander – das war Münchens erster Digitaltag


Kategorie: Events

Ein Beitrag von:

Dr. Stefan Döring
Dr. Stefan Döring

Co-Autoren­schaft:
Kerstin Kitzmann, - Eventorganisation Digitaltag Kerstin Kitzmann,
Eventorganisation Digitaltag
Unter dem Motto #DigitalMiteinander stellte die Stadt München ein vielfältiges, interaktives Programm für den ersten digitalen Digitaltag 2020 zusammen. Die unterschiedlichen Aspekte der Digitalisierung stießen auf ein großes Interesse. Mit rund 600 Teilnehmenden und anregenden Diskussionen wurde er zur gelungenen Veranstaltung. Und wenn auch die oder der ein oder andere noch etwas mit der Technik kämpften: München trat den Beweis an, dass ein solches Event sehr wohl komplett digital stattfinden kann.

#DigitalMiteinander – Motto, Programm und Veranstaltungsformat

Ursprünglich war der Digitaltag als bundesweite Veranstaltung mit vielen lokalen Aktionen und Präsenzveranstaltungen geplant. Doch durch die Coronakrise war dies nicht mehr möglich. Nach einiger Zeit des Abwägens entschied die Initiative „Digital für Alle“, die von 28 Organisationen und weiteren Akteuren unterstützt wird: Der 19. Juni 2020 muss ein digitaler Digitaltag werden.

Für die Stadt München bedeutete das: Wir verabschieden uns von der geplanten klassischen Konferenz und entwickeln ein digitales Veranstaltungskonzept, das auch besser zum Motto #DigitalMiteinander passt. In Anlehnung an unsere Barcamps wurde ein flexibles Angebot mehrerer parallel laufender Sessions gemacht. Hier ließen sich die unterschiedlichen Aspekte der Digitalisierung für die Stadtgesellschaft wunderbar in verschiedenen Formen, wie Digitalen Dialogen, Online-Diskussionen, Workshops oder Interviews umsetzen.

Alle Formate waren live und interaktiv, die Teilnehmenden konnten mitdiskutieren und Fragen stellen. Diese Möglichkeiten wurden auch reichlich genutzt, insbesondere in den Diskussionsrunden und beim Interview mit CDO Thomas Bönig.

Die Technik im Hintergrund

Technisch umgesetzt wurde der komplette Veranstaltungstag mit WebEx Events. Das war einerseits eine Herausforderung für die Organisation, die das Videokonferenz-Tool das erste Mal in dieser Größenordnung eingesetzt hat.

Zum anderen mussten die Sessionverantwortlichen zuvor eingewiesen werden. Auch von den Diskutanten war Mut gefordert, sich auf das neue digitale Format einzulassen. Die meisten stadtinternen Teilnehmenden hatten hier einen gewissen Vorteil, weil sie bereits Erfahrungen mit Online-Konferenzen aus dem Homeoffice hatten.

Diese Flexibilität gehört zum gelebten #DigitalMiteinander aber dazu und trainiert Fähigkeiten, die wir für die fortschreitende Digitalisierung benötigen.

Digital Miteinander Diskutieren

Mut war auch bei den zum Teil sehr offenen Diskussionen gefragt, denn hier wurden auch kritische Themen angesprochen. So kam bei der Session mit der Gleichstellungsstelle unter dem Titel „Jetzt erst recht: Wie Frauen von der Digitalisierung profitieren“ zur Sprache, dass die bestehenden strukturellen Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern durch die Corona-Krise deutlicher denn je zu Tage treten. Denn die zusätzliche Sorgearbeit, die mit der Schließung von Kitas und Schulen entstanden ist, übernimmt von den Elternteilen in der Regel die Mutter.

Durchaus emotional wurde auch das Thema „Digitale Schule während und nach Corona“ diskutiert, das sich nicht nur an Münchner Lehrerinnen und Lehrer, sondern auch an Eltern und Schülerinnen und Schüler richtete. Wir haben aus dieser Session die Aufgabe mitgenommen, die neu gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen in die weitere Digitalisierungsstrategie Münchens zu integrieren.

Sehr gut besucht, auch von zahlreichen „Silver-Surfern“, war die Diskussionsrunde „Digitale Teilhabe für Senioren – Bleiben die Senioren auf der Strecke?“, die unter Mitwirkung des Seniorenbeirats der Stadt München realisiert wurde. Hier erhielten wir sogar Mails von Teilnehmenden, die sich bedankten, dass wir das Thema aufgegriffen und den Dialog gesucht haben.

#DigitalMiteinander

Eindrücke vom Digitaltag 2020 #DigitalMiteinander

Im direkten Gespräch mit dem CDO der Stadt München

Ein Highlight war auf jeden Fall das Interview mit dem IT-Referenten und CDO Thomas Bönig. Hier ging es um die Digitalisierung der Stadt München und wie die Stadtgesellschaft davon profitieren kann. Dazu gab es viele Anfragen, die uns bereits im Vorfeld der Veranstaltung per Mail erreichten und eine sehr rege Live-Diskussion.

Vierzehn Sessions rund um die Digitalisierung fanden am 19. Juni in der Zeit zwischen 10 und 19 Uhr statt. Einige Themen werden wir in den nächsten Tagen auch hier auf muenchen.digital noch aufarbeiten:

  • Schule neu gedacht: Lehren und Lernen an der Grundschule am Bauhausplatz
  • Digitale Skills mit dem Smartphone lernen​
  • Digitalisierung in der Kita
  • Digitale Teilhabe für Senioren
  • Wie Frauen von der Digitalisierung profitieren

Wir planen auch ein paar interessante Mitschnitte zum Nachhören zu veröffentlichen. Um nichts zu verpassen, abonnieren Sie einfach unseren Newsletter.

Save the Date und ein Dankeschön!

Das Datum für den nächsten Digitaltag steht schon fest: Am 18. Juni 2021 ist die die Stadt München wieder dabei – egal ob analog oder digital. Wir danken allen Beteiligten, die das #DigitalMiteinander toll umgesetzt haben. Ein großes Dankeschön auch von Thomas Bönig:

Über 600 Personen haben am Münchner Digitaltag 2020 mitgemacht. Danke an das komplette Team fürs Engagement und eine super Organisation. Danke an unser Team bei it@M für den technischen Support. Und vor allem herzlichen Dank an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die zum Erfolg des Digitaltags beigetragen haben.

Kommentare (0)

 
Schreiben Sie doch den ersten Kommentar zu diesem Thema.

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Weitere Beiträge

Wie hat Ihnen dieser Beitrag gefallen?
Ihre Bewertung wurde gespeichert.[Gesamt: 0 Durchschnitt: 0]
Teilen
Wie hat Ihnen dieser Beitrag gefallen?
Ihre Bewertung wurde gespeichert.[Gesamt: 0 Durchschnitt: 0]