26. März 2021

DigitalCharta München – Sicherheit für die Beschäftigten in der Digitalisierung


Kategorie: Karriere

Ein Beitrag von:

Dr. Stefan Döring
Dr. Stefan Döring

Co-Autoren­schaft:
Elisabeth Wagner - Elisabeth Wagner
Wie viele Unternehmen, die mitten in der digitalen Transformation stecken, betont die Stadt München an vielen Stellen die zentrale Bedeutung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Ohne ihre Mitwirkung ist keine erfolgreiche Digitalisierung möglich. Die Landes­hauptstadt stellt sich ihrer sozialen Verantwortung. Aber was bedeutet das ganz konkret? Die kürzlich veröffentlichte DigitalCharta enthält verbindliche Aussagen, wie die Beschäftigten auf dem Weg der Digitalisierung abgesichert und begleitet werden.

DigitalCharta – eine Maßnahme der Digitalisierungsstrategie

Bereits die erste veröffentlichte Version der Digitalisierungs­strategie kündigte es an: Die Rahmen­bedingungen der Digitalisierung für die Beschäftigten werden in einer DigitalCharta schriftlich festgelegt. Diese soll von den Digitalisierungs­verant­wortlichen gemeinsam mit dem Gesamt­personalrat und der Stadtspitze vereinbart werden. Denn:

Die Beschäftigten sollen im bevorstehenden Wandel Sicherheit und Transparenz erfahren.

Dieses Ziel ist alles andere als trivial. Denn wie es auch die DigitalCharta formuliert: Die Digitalisierung bedeutet für viele Bereiche völlig neue Strukturen, die sich in einem stetigen Wandel befinden.

Die digitale Transformation ist deshalb auch mit Ängsten verbunden: Welche Auswirkungen hat die fortschreitende Digitalisierung auf meinen Arbeitsplatz? Habe ich die notwendigen Kompetenzen?

Die Festlegung der konkreten Inhalte und Aussagen beschäftigte die Leitungsgremien im Personal- und Organisationsreferat, IT-Referat und Gesamtpersonalrat. Auch die Gleichstellungs­stelle und die Schwer­behinderten­vertretung waren einbezogen. Am 17. März 2021 hat der Münchner Stadtrat im Verwaltungs- und Personalausschuss das Ergebnis dieser Verhandlungen, die DigitalCharta offiziell beschlossen.

Arbeitsplatzsicherheit, Qualifizierung und Begleitung

Die DigitalCharta enthält unter anderem folgende Zusicherungen an die Beschäftigten:

  • Die Landeshauptstadt München verzichtet auf betriebsbedingte Kündigungen, die ursächlich auf die Digitalisierung zurückzuführen sind.
  • Die Beschäftigten haben Anspruch auf Weiterqualifikation für andere Tätigkeiten bei Veränderungen des Arbeitsplatzes durch die Digitalisierung.
  • Fortbildungs- und Entwicklungs­programme wie zielgerichtete Schulungen, Führungs­dialoge, Coaching und Reverse Mentoring bieten eine Vielzahl an weiteren Möglichkeiten, die eigenen Kompetenzen weiterzuentwickeln.

Dabei ist auch die kontinuierliche Anpassung der Inhalte in der DigitalCharta verankert. Ein Punkt, den der Gesamt­personalrat in seiner Stellung­nahme ausdrücklich gefordert hatte.

Positive Resonanz auf die erste DigitalCharta

Wie immer bei Verhandlungen, konnte nicht jede Seite alle ihre Vorstellungen durchsetzen. Doch alle konnten ein gutes Ergebnis mit nach Hause nehmen. Personal- und Organisationsreferent Dr. Alexander Dietrich kommentierte:

Mit der DigitalCharta dokumentieren wir einmal mehr unseren Ruf als soziale Arbeitgeberin, denn die Arbeitsplätze bei der Stadt sind und bleiben sicher.

IT-Referent Thomas Bönig erinnerte an das strategische Prinzip der Nachhaltigkeit, das generell für die Umsetzung der Digitali­sierung gilt:

Die Landeshauptstadt München hat schon mit ihrer Digitali­sierungsstrategie einen nachhaltigen ‚Münchner Weg‘ der digitalen Trans­formation einer Kommune eingeschlagen.

Die Personalvertretung sieht in der DigitalCharta einen wichtigen Schritt in Richtung der von ihr geforderten Absicherung der Beschäftigten und damit für die Münchner Stadtverwaltung. Denn, wie Ursula Hofmann, Vorsitzende des Gesamt­personal­rats, betont:

Die eigentliche Veränderung findet letztendlich an den betroffenen Arbeits­plätzen statt. Sie wird von unseren Beschäftigten getragen und kann nicht ohne deren intensive Einbindung und Mitwirkung erfolgen. Da, wo Partizipation nötig und möglich ist, müssen wir den reichen Erfahrungs­schatz unserer Beschäftigten nutzen.

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