1. Oktober 2020

Digitale Konflikt­begleitung per KoBIT App des IT-Referats


Kategorie: Digital


Ein Gastbeitrag von:
Barbara Lenze, - Konfliktbegleitung im IT-Referat Barbara Lenze,
Konfliktbegleitung im IT-Referat

Co-Autoren­schaft:
Mareike Rupertus - Mareike Rupertus

Warum nicht das vorhandene Know-How nutzen, um klassische Themen wie die Konfliktbegleitung digital verfügbar zu machen? Das IT-Referat hat ein Projekt ins Leben gerufen, das eine eigene App zur Konfliktbegleitung entwickelt. Lesen Sie hier mehr über die KoBIT App in unserer Serie #ITforMUC:

​Wie alles begann: Die Idee für das Projekt KoBIT App

Seit 2018 gibt es bei it@M, dem digitalen Service- und Technologieprovider der Stadt München, ein Konfliktmanagement, um betroffene Mitarbeitende zu begleiten. Schnell entstand die Idee, Technologien mit dem sensiblen Thema zwischenmenschlicher Konflikte zu verknüpfen und die digitalen Möglichkeiten der Konfliktbegleitung zu nutzen. So hat sich ein Projektteam aus Konfliktbegleitungsteam, der örtlichen Ausbildungsleitung sowie Nachwuchskräften zusammengefunden, um gemeinsam eine eigene Konfliktbegleitungs-App für das IT-Referat zu entwickeln.

Der Kick-Off Termin erfolgte bereits im vergangenen Jahr. Seit Beginn des Jahres arbeitet das Team nun produktiv an der App. Der Name KoBIT steht für Konfliktbegleitung im IT-Referat der Stadt München.

Wie es funktioniert

Ziel der KoBIT App ist, die Beschäftigten bei einem eventuellen Konflikt zu unterstützen. Dazu gibt es eine FAQ-Rubrik, ein Glossar und einen Unterstützungsfinder. Mit letzterem können Betroffene zum Beispiel mit wenigen Fragen eine Empfehlung für das weitere Vorgehen bei einem eventuellen Konflikt bekommen. Dazu werden unter anderem die Art und der Schweregrad des Konflikts ausgewählt. Am Ende findet man die möglichen Ansprechpersonen und Verlinkung auf die Intranetseiten der Stadt München. So können potenzielle Konflikte präventiv durch zielgerichtete Begleitung erkannt und frühzeitig gelöst werden.

Anfang August ist die KoBIT App online gegangen. Die App steht zunächst für die Beschäftigten des IT-Referats zur Verfügung, hat aber durchaus Potenzial in der gesamten Stadtverwaltung Anwendung zu finden. Außerdem wird sie, basierend auf den Rückmeldungen der Nutzenden, stetig weiterentwickelt.

Screenshot der Oberflaeche der KoBIT-App
Dynamisches Design im Corporate Identity Look: das Front-end der KoBIT-App, Quelle: LHM

Gemeinsam agil arbeiten – der Weg zur KoBIT App

Um das Projekt umzusetzen, hat sich ein Team bestehend aus Kolleginnen und Kollegen der Konfliktbegleitung, der Ausbildungsleitung im IT-Referat und Nachwuchskräften zusammengefunden. Die KoBIT App ist dabei nur eines von vielen Projekten, bei denen Beschäftigte und Nachwuchskräfte zusammenarbeiten, um neue Produkte zu entwickeln. Ein für Bürgerinnen und Bürger sichtbares Beispiel ist der Kindl-Pass.

Bei der Entwicklung der KoBIT App wurde agil gearbeitet. Dies macht die direkte Einspielung und Programmierung definierter Anforderungen möglich. Das Team testete die App ständig, um neue Entwicklungen direkt erproben zu können, aber auch um neue Anforderungen zu erkennen und einzupflegen.

Die KoBIT App zeigt die Leistungsfähigkeit der städtischen IT sowie das herausragende Engagement der Nachwuchskräfte. Thomas Danko, technischer Betreuer des Projekts und Teil des Konfliktbegleitungsteams:

Bisher war die Resonanz positiv. Das Schöne ist, dass auch einige Teams auf mich zukamen, die etwas Ähnliches in ihren Projekten ausprobieren wollen. Mich freut es, dass auch andere sehen, was bei der IT unserer Stadt alles möglich ist.

Kommentare (0)

 
Schreiben Sie doch den ersten Kommentar zu diesem Thema.

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Weitere Beiträge

Teilen