30. Oktober 2019

Digitalisierung als Besucher­magnet auf dem Tag der Daseins­vorsorge


Kategorie: Events

Ein Beitrag von:

Dr. Stefan Döring
Dr. Stefan Döring

Co-Autor:
Benjamin Wimmer - Benjamin Wimmer

Vom guten Wasser für den Kaffee am Morgen bis zum Strom für die Nachttischlampe am Abend: Am Tag der Daseinsvorsorge konnte sich jede und jeder ein Bild davon machen, was die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt und ihrer Eigenbetriebe tagtäglich leisten und in welcher herausragenden Qualität wir in München diese Grundversorgung genießen dürfen. Auch das IT-Referat zeigte, das Digitalisierung einen Mehrwert zur Daseinsvorsorge bietet.

Bewusstsein für das Selbstverständliche schaffen

Nachdem 2003 zum ersten Mal der Tag der Daseinsvorsorge in München gefeiert wurde, war die Veranstaltung am 19. Oktober bereits die 16. ihrer Art.

Unter dem Titel „Da sein für München“ zeigten 31 Betriebe und Referate der Stadtverwaltung auf dem Marienplatz und in der Kaufingerstraße die große Vielfalt der städtischen Dienstleistungen. Auch zahlreiche Vereine und Institutionen waren dieses Jahr wieder dabei. Erstmals gab es einen Stand des IT-Referates.

Was heißt eigentlich „kommunale Daseinsvorsorge“?

Der Begriff „Daseinsvorsorge“ beschreibt die Aufgabe des öffentlichen Dienstes, alle für die Bürgerinnen und Bürger notwendigen Güter und Dienstleistungen bereitzustellen. Zur Sicherung der Grundbedürfnisse gehören in München insbesondere die Versorgung mit Strom, Gas und Trinkwasser durch die Stadtwerke München. Den Betrieb des öffentlichen Nahverkehrs gewährleistet die Stadtwerke-Tochter MVG. Wichtig ist zudem die Abfallentsorgung oder die Straßenreinigung durch den Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM). Ebenfalls kommunal betrieben werden in München die Angebote der städtischen Seniorenheime und Wohnungsbaugesellschaften, die Stadtsparkasse, die Friedhofsverwaltung sowie die städtischen Schulen und Kindergärten. Das die Berufsfeuerwehr München unverzichtbar ist, leuchtet ein. Aber auch die Stadtverwaltung an sich steuert, berät, unterstützt und schützt in vielfältiger Art und Weise. Natürlich ärgert ein „Knöllchen“ am Auto. Aber ohne Verkehrsüberwachung des Kreisverwaltungsreferats käme wohl kaum ein Rettungswagen mehr durch.

Auch eine funktionierende IT ist für Firmen, Bürgerschaft und Beschäftigte gleichermaßen wichtig. M-WLAN ist da nur ein Beispiel. Bereits heute arbeitet das IT-Referat am digitalen München von morgen.

Auch wenn wir alle ganz selbstverständlich diese und viele weitere Leistungen in Anspruch nehmen, sollten wir uns ab und an der hohen Qualität bewusst werden, mit der über 40.000 Beschäftigte jeden Tag diese Grundversorgung in München sicher stellen. Unterstützung ist dabei gerne willkommen.

Das offizielle Video gibt einen guten Einblick vom Tag der Daseinsvorsorge:

Entdecken und Ausprobieren

Viele der Aktionen am Tag der Daseinsvorsorge zielten bewusst auf die jüngeren Besucherinen und Besucher ab. So gab es an fast jedem Stand etwas Neues zu entdecken und auszuprobieren. Der AWM war mit einem Müllfahrzeug vertreten, an dessen Steuer sich Klein und Groß setzen konnten. Am Stand konnte man sein Wissen zum plastikarmen Einkauf testen und sich zu allen Abfallthemen beraten lassen. Auch die Münchner Feuerwehr zeigte Ausrüstung und Technik und beriet zum Thema Brandschutz.

Auf der Bühne am Marienplatz erlebte man ein unterhaltsames Programm mit Live-Musik. Dennoch stand die Information rund um das, was München ausmacht, ganz oben auf der Agenda. So sprach Stadtkämmerer Christoph Frey mit Moderatorin Eva Grünbauer über die Finanzen der Landeshauptstadt München. Oberbürgermeister Dieter Reiter bekannte sich gemäß des Mottos „Da sein für München“ klar zur kommunalen Daseinsvorsorge als Auftrag seiner Stadtverwaltung:

Nur gemeinsam können wir den hohen Standard der kommunalen Daseinsvorsorge in München erhalten und zukunftsgerecht ausbauen. Die Landeshauptstadt München wird sich deshalb auch weiterhin klar zur kommunalen Daseinsvorsorge bekennen. Mit Hilfe unserer städtischen Einrichtungen können wir die Zukunft unserer Stadt aktiv mitgestalten.

Digitalisierungsstrategie im Gespräch

Am Aktionsstand der IT-Referates informierten sich zahlreiche Besucherinnen und Besucher über die technische Innovationen, die die Landeshauptstadt im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategie in den nächsten Jahren umsetzen wird. Die vielen Fragen beantwortete die Führungsmannschaft persönlich. CDO und IT-Referent Thomas Bönig, Dr. Michael Bungert, zuständig für die Digitalisierungsstrategie Münchens, Wolfgang Glock, Leiter der Stabsstelle E- und Open-Government & Smart City, sowie Lutz Steffen Schmidt, Leiter des Innovationscenters, waren vor Ort.

Sie machten Oberbürgermeister Reiter auch mit dem sympathischen humanoiden Roboter Pepper bekannt und erläuterten dessen zukünftige Einsatzmöglichkeiten. Pepper unterhielt sich in 5 Sprachen mit den Gästen und zog gerade auch die jungen Besucherinnen und Besuchern magisch an.

OB Dieter Reiter dankt den städtischen Betrieben für ihren Einsatz, Quelle: muenchen.de, Foto: Immanuel Rahman

Das Führungsteam des IT-Referats stand am Pavillon für alle Fragen rund um die Digitalisierungsstrategie bereit, Quelle: RIT

Oberbürgermeister Dieter Reiter im Gespräch mit Pepper, Quelle: RIT

Einblicke hinter die Kulissen 

Trotz des nicht ganz optimalen Wetters nahmen viele Münchnerinnen und Münchner das Angebot des Aktionstags an. Ein paar Regentropfen machten den meisten nichts aus. Der Marienplatz war immer gut gefüllt. Besonders die Pavillons der städtischen Referate erfreuten sich eines großen Interesses. Eine Besucherin brachte die Stimmung auf den Punkt:

Ich war mit meiner Tochter an diesem Tag in der Stadt und sie fand alles so toll! Sie saß in einem Traktor, einem AWM-Wagen, hat Seifen in Form von Tieren bekommen, Bleistifte, Gummibären und und und… Die Feuerwehr hat ihr alles am Einsatzwagen erklärt, und an einem Modellhaus konnte die Rauchentwicklung und die Funktionalität des Rauchwarnmelders gezeigt werden! … Einfach ganz ganz toll gemacht von der Landeshauptstadt!

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