10. Februar 2021

Distanz­unterricht mit der Videoplattform Freifunk MEET


Kategorie: Partner


Ein Gastbeitrag von:
Tobias McFadden - Tobias McFadden



Hinweis: Gastbeiträge sind persönliche Inhalte der Autor*innen und geben nicht die Ansicht der Landeshauptstadt München wieder.
Die von Freifunk München ehrenamtlich betriebene und kostenlos bereitgestellte Videoplattform Freifunk Meet (FFMEET) hat in den ersten Wochen Distanzunterricht hervorragend funktioniert. Tobias McFadden berichtet im Gastbeitrag über den erfolgreichen Start 2021.

Freifunk München mit kostenfreier Videoplattform

Schon im ersten Lockdown im März 2020 hatte Freifunk München die kostenfreie Videoplattform als Angebot für Privatpersonen, Medizin, Schule und Lehre ins Leben gerufen. 100000 Personen täglich, davon gleichzeitig bis zu 1400, nutzten FFMEET. Live lassen sich Nutzung und Auslastung der Videoplattform auf stats.ffmuc.net verfolgen.

Monitoring-Dashboard der Videoplattform von Freifunk

Monitoring-Dashboard der Videoplattform von Freifunk, Quelle: https://stats.ffmuc.net/

Durch den Start des Distanzunterrichts in Bayern und die vielen damit verbundenen Probleme in den Schulen und Zuhause bot sich die Plattform für das digitale Homeschooling an. Aber kann FFMEET die dadurch deutlich höheren Nutzendenzahlen stemmen?

Freifunk beweist: Videoplattform geht auch ohne Ruckeln

Bereits über die Weihnachtsferien hatte das Admin-Team von Freifunk Meet begonnen, die Kapazitäten entsprechend auszubauen. Dazu Annika Wickert, hauptberuflich Netzwerkexpertin mit langjähriger Erfahrung im Aufbau großer Internetplattformen:

Wir haben die komplette Infrastruktur umstrukturiert und vollautomatisiert. Dadurch ist es jetzt möglich, einen neuen Server in etwa 15 Minuten in FFMeet einzubinden. Falls der Ansturm doch mal unerwartet höher ist, als vorab abgeschätzt, ist es uns dadurch möglich, binnen weniger Minuten weitere Ressourcen in das Cluster zu integrieren.

Mit deutlich über 5000 gleichzeitigen Nutzenden in den ersten Schultagen wurden die Erwartungen tatsächlich übertroffen. Schnell wurde das System im laufenden Betrieb weiter aufgerüstet. Systemadministrator und Programmierer Matthias Kesler bestätigt, dass sich die ständige Beobachtung der Server, um schnell auf Änderungen reagieren zu können, dahingehend bewährt hat. Außerdem setzt sich das Team jeden Abend zusammen und bespricht benötigte Kapazitäten und notwendige Konfigurationsänderungen.

Datensparsamkeit und Sicherheit als Schwerpunkt der Videoplattform FFMEET

Generell legt Freifunk München sehr viel wert auf Datensparsamkeit und Datensicherheit. FFMEET arbeitet natürlich vollkommen DSGVO-konform und erhebt nur minimale, für den Betrieb notwendige Daten. Auch die Übertragung der Daten zwischen den Servern und zu den Nutzenden erfolgt verschlüsselt. Letztlich sind die Server für die Videoplattform über ganz Deutschland verteilt, um die Ausfallwahrscheinlichkeit so niedrig wie möglich zu halten.

FFMEET ist daher prädestiniert für den Einsatz im Homeschooling. Und das auch spontan: Die Videoplattform kann ohne Anmeldung oder Registrierung genutzt werden. Vereinsvorstand Tobias McFadden:

Wir laden Lehrende, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler jederzeit herzlich ein, unsere Videokonferenzplattform unter ffmeet.de auszuprobieren und zu nutzen!

Über Freifunk

FFMEET und Freifunk München sind Projekte des Vereins Freie Netze München, einer nichtkommerziellen Initiative für den Aufbau freier (Funk-)Netzwerke. Unterstützt wird das Projekt von zahlreichen Vereinen, Gruppen, Privatpersonen und Firmen. Neben Unternehmen helfen auch andere Freifunk- oder ehrenamtliche Gruppen wie Entropia, Freifunk Franken, Freifunk Karlsruhe, Neanderfunk und StuffNet mit Ressourcen.

Weitere Informationen, aktuelle Meldungen und den Netzstatus finden Sie auf https://ffmuc.net/.

Das Team von Freifunk

Das Team von Freifunk von rechts oben nach links unten: Wolfgang Landsberger, Tobias McFadden, Robert Arrowood, Mathias Kesler und Annika Wickert, Quelle: Freifunk

In Kooperation mit der Stadt München ist zudem ein gemeinsames Projekt in Planung, welches noch 2021 in die Pilotphase gehen wird. Es bleibt also spannend!

Kommentare(2)
  1. Bis zu wie vielen Nutzern läuft die Plattform stabil?
    Sind 30 okay?

    Ich werde unser onlinemeeting nächste Woche mal dafür nutzen. Wenn das funktioniert, habe ich nur eine weitere Frage: Wie kann man euch finanzielle unterstützen?

    Antworten

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