4. März 2020

Earth is sexy! Die App zum Klimaschutz


Kategorie: Digital


Ein Gastbeitrag von:
Johannes Schliephake - Johannes Schliephake



Hinweis: Gastbeiträge sind persönliche Inhalte der Autor*innen und geben nicht die Ansicht der Landeshauptstadt München wieder.
Das Ziel eines Hackathons ist es, gemeinsam nützliche Lösungen für die Allgemeinheit zu erarbeiten. Dazu sind wir regelmäßig Partner beim HackaTUM und auch unser eigener Open Data Hackathon steht kurz bevor. Aus diesem Anlass blicken wir zurück ins Jahr 2017: Der damalige HackaTUM war die Geburtsstunde der App „Earth is sexy“. Johannes Schliephake stellt im Gastbeitrag die Entstehungsgeschichte und den aktuellen Stand seiner App vor:

Beim jährlichen Programmier- und Prototypingwettbewerb HackaTUM der TU München bieten verschiedene Partner Challenges für die Teilnehmenden. Auch die Stadt München sucht regelmäßig nach Ideen und Lösungen, um die Landeshauptstadt digital zu gestalten.

2017 kamen meine Kommilitonen und ich zum Event, mit dem Gedanken etwas zum Klima- und Umweltschutz beizutragen. Dabei auch noch etwas für die eigene Stadt zu entwickeln, war besonders spannend! Die Idee zur heutigen App „Earth is sexy“ ist entstanden.

Von der Idee zur App

Klima- und Umweltschutz ist ein Thema, das in der Politik und Gesellschaft stark diskutiert wird. Besonders große Aufmerksamkeit erzeugte die Fridays for Future Bewegung. Aber was kann man selber beitragen? Wo gibt es Zusammenhänge?

„Earth is sexy“ will darauf eine Antwort geben und konnte so die Jury der Stadt München auf dem HackaTUM überzeugen. Nach dem Event machte ich weiter und entwickelte aus unserem Prototypen eine vollständige Plattform. Dabei war es anfangs eine große Herausforderung, die richtigen Technologien zu wählen. Mit etwas Erfahrung und durch Ausprobieren, konnte ich von der Datenbank bis zum Grafikdesign alles selbst umsetzen.

Wichtig waren mir dabei vor allem Konzept, Inhalte und das Design der App. Technologisch ist sie eher einfach aufgebaut und in Apples Programmiersprache Swift realisiert. Die Server laufen in einer Cloud (AWS). Der größte Aufwand bestand darin, die App auf das technische Niveau zu bringen, um sie in den App Store aufnehmen zu lassen. So vergingen von der Idee bis zur fertigen Anwendung circa 2 Jahre.

Drei Bereiche von „Earth is sexy“

„Earth is sexy“ bietet allen Interessierten die Möglichkeit mehr über Klima- und Umweltschutz zu lernen, sich zu informieren und selbst aktiv zu werden. Dazu gibt es drei große Bereiche:

 

  • Challenges
    Im Bereich Challenges kann man an sich selbst arbeiten. Es gilt, die eigenen Einflüsse auf die Umwelt zu verstehen und zu reduzieren. Zum Beispiel gibt es in den Wintermonaten eine Challenge, die zeigt, wie man Zuhause richtig heizt. Die hier genannten Tipps sind leicht umsetzbar und ein einfacher Beitrag zum Klimaschutz.
  • Faktensammlung
    Mithilfe der Faktensammlung können die Nutzerinnen und Nutzer mehr über wissenschaftliche Hintergründe und politische sowie gesellschaftliche Herausforderungen im Bereich Klima- und Umweltschutz erfahren. Dabei liegt der Fokus ganz klar nicht auf reißerischen Schlagzeilen, sondern auf Aufbereitung von wissenschaftlichen Ergebnissen. Die Sammlung besteht aus verschiedenen Karten, wobei sich hinter jeder Karte ausführliche Artikel mit detaillierten Daten zum Thema befinden.
  • Community
    Besonders wichtig ist der Austausch zwischen Nutzerinnen und Nutzern. Im Bereich Community wird diskutiert, man teilt seine Tipps und kommt in Kontakt. Dabei war es eine bewusste Entscheidung, Fakten und Meinung in zwei Bereiche zu trennen.

Challenges in der App Earth is sexy

Einblick in die Faktensammlung der App

Screenshot des Community-Bereichs

Gemeinsam mehr bewegen!

Aktuell ist die App „Earth is sexy“ ausschließlich für iOS verfügbar. Ein wichtiger nächster Schritt ist die Android-Version, um möglichst vielen Menschen den Zugang zur Plattform zu ermöglichen. Außerdem wird die App in den nächsten Monaten weiter ausgebaut und mit vielen neuen Inhalten befüllt.

Die App ist und soll auch weiterhin kostenlos und ohne Werbeanzeigen bleiben sowie ihre Nutzerdaten schützen. Die Kosten für beispielsweise Server und Zertifikate sowie meine Zeit, die ich in die Entwicklung stecke, sehe ich als meinen Beitrag zum Klimaschutz. Denn um es mit dem Motto von „Earth is sexy“ auszudrücken: Die Erde rettet sich nicht von allein!

Auf lange Sicht möchte ich ein Team Gleichgesinnter aufbauen, um gemeinsam an der App zu arbeiten: Für mehr Inhalte und neue umfangreiche Features! Dieser Aspekt der „Zusammenarbeit“ liegt mir persönlich sehr am Herzen. Also, wer Lust hat, mich zu unterstützen, schreibt mir am Besten eine E-Mail an earthissexy.app@gmail.com.

Johannes Schliephake

1 Kommentar
  1. Sehr cool, lade ich mir gleich mal runter!!

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