EduPage – ein Meilenstein auf dem Weg in die digitale Schulorganisation

17. Oktober 2022
Ein Beitrag von Kathrin Schneider

Haufenweise Zettel, Ordner, Klassenbücher und ausgedruckte Elternbriefe. So sahen der Schulalltag und die Schulorganisation vor nicht allzu langer Zeit für die meisten Schülerinnen und Schüler sowie das Schulpersonal aus. In den letzten Monaten wurde eine neue Software für die Schulorganisation eingeführt: EduPage. Kathrin Schneider, Referat für Bildung und Sport, nennt Details und berichtet über vielversprechende erste Erfahrungen.

Digitale Organisation mit EduPage

Spätestens mit Pandemiebeginn waren alle Grund-, Mittel- und Förderschulen, aber auch die Stadtverwaltung gefordert konsequent weitere Schritte in Richtung Digitalisierung zu gehen. Neben der Einführung von Online-Unterricht oder dem Rollout von Tablets für Lernende und Notebooks für Lehrkräfte wurde dabei mit EduPage auch eine neue digitale Schulorganisationssoftware eingeführt.

EduPage ist eine All-in-one-Schulsoftware des Raabe-Verlags, die umfassende Antworten auf Fragen der Schulorganisation gibt. Mit ihr werden organisatorische Aufgaben strukturiert und effektiv online erledigt. Das spart Zeit, ein Durcheinander an losen Papieren wird vermieden, Kommunikation und Information werden vereinfacht. Dies ist nicht nur für Schulleitungen und Lehrkräfte hilfreich, sondern auch für die Erziehungsberechtigten wie für die Schülerinnen und Schüler.

Einen Überblick über die Funktionalität gibt das folgende Herstellervideo:

Erfahrungen aus dem neuen Arbeitsalltag mit EduPage

Diese Form der digitalen Schulverwaltung bringt für viele Schulen, die zuvor kaum digital organisiert waren, einige Veränderungen mit sich. Um einen praxisnahen Einblick in die Arbeit mit EduPage an Münchner Schulen zu erhalten, standen wir in der Einführungsphase in engem Kontakt mit Lehrkräften und Schulleitungen verschiedener Schultypen. Wir wollten wissen, welchen Herausforderungen sie sich stellen mussten und was ihnen die Arbeit mit EduPage bringt. Zudem wollten wir Tipps für einen guten Start mit der Software sammeln. Wesentliche Erfahrungen auf Seiten vieler Schulleitungen:

  • Die Software bringt erhebliche Änderungen mit sich. Man muss sich ausreichend Zeit nehmen und alle Beteiligten mitnehmen. Dafür geben die Unterlagen und der Support gute Hilfestellung.
  • Es ist sinnvoll, genau die Funktionalität auszuwählen, die einem wirklich nutzt. Man kann erst einmal mit einer Funktion starten, am besten mit dem digitalen Stundenplan.
  • Dabei ist es hilfreich, sich auch anzuschauen, wie das System aus Sicht aller Beteiligten aussieht, und diese auch miteinzubeziehen.

EduPage-Einarbeitung – eine lohnende Investition

Aber, so die erfreuliche Quintessenz, die sorgfältige Einarbeitung in EduPage rentiert sich. Egal, ob wir mit Schulleitungen sprachen oder mit Lehrkräften: Das Feedback war durchgehend positiv, oft richtig begeistert. So berichtet zum Beispiel Herbert Haas, bis vor kurzem Schulleiter der Mittelschule Cincinnatistraße, von deutlich schnelleren Abstimmungen, etwa für den Vertretungsplan. Bei Krankmeldungen werde die Klassenleitung ohne zusätzliche Laufwege über das Sekretariat sofort informiert. Die Eltern könnten sofort sehen, wenn mal die erste Stunde ausfällt. Ähnliche Vorteile gebe es bei vielen anderen Abläufen:

Wir haben jetzt ein Programm, mit dem wir alle Prozesse digital und weitgehend papierfrei vereinen konnten. Dabei sind die neuen digitalen Wege durchwegs kürzer und schneller.

Alexandra Janssen, Rektorin der Grundschule an-der-Pfordten-Straße, freut sich zudem besonders über die schöne Webseite, die sie und ihr Team mit der EduPage-Software erstellt haben.

Das Supportteam hat uns beim Aufbau gut unterstützt. Jetzt verwalten wir unsere Schul-Webseite selbst. So kann ich aktuelle Informationen sofort einstellen.

EduPage im Klassenzimmer

Viele Kolleginnen und Kollegen haben inzwischen eine umfassende Systemlandschaft für sich aufgebaut. Das war für viele zunächst eine Herausforderung, die sich jedoch gelohnt hat. Gefragt nach dem Nutzen im Alltag, nennen sie immer wieder, dass ihnen hier eine integrierte Software zur Verfügung stehe statt vieler Einzellösungen. Datenschutz inklusive, wie Antonia Größl, Lehrerin und Datenschutzbeauftragte an der Mittelschule Cincinnatistraße, betont. Ihre Erfahrung im Einführungsprozess:

Das ganze Kollegium hat mitgezogen und sich gut eingearbeitet. So nutzen wir die neue Software heute sehr erfolgreich.

Ihre Kollegin, Katrin Niegl, ebenfalls Cincinnatischule, hat vergleichbare Erfahrungen gemacht:

Besonders schön war für mich, dass meine Schülerinnen und Schüler sich engagiert auf die Neuerungen eingelassen und sich mit mir weiterentwickelt haben. Während Corona war die Software besonders hilfreich, um die Kontakte zu halten und digitalen Unterricht zu gestalten.

Wir wünschen allen, die EduPage einführen oder ausbauen, viel Erfolg und Freude! Für Fragen oder Feedback sind wir unter mps.rbs@muenchen.de gerne für Sie da. Mehr Informationen zur digitalen Bildung gibt es hier.

1 Kommentar


  1. Als Nutzer aus Eltern Sicht würde ich sagen: geben sie ihre Arbeit nicht an die Eltern ab. Die App hat aus meiner Sicht einen Pilot Status, von einem Rollout an die Benutzergruppe Eltern ist edupage weit entfernt.
    Diese App funktioniert entweder nicht richtig oder die Administratoren und Nutzer der Schule in die meine Tochter geht sind überfordert.
    Simple und absolut notwendige Funktionen wie den Erhalt einer Mail bei neuen Informationen in der App oder die Bestätigungs Mail für einen gebuchten Elternsprechtermin oder dessen Übertrag in den selbst genutzten Kalender sind zumindest bei mir Fehlanzeige.
    Ich warte jetzt noch den nächsten Elternbrief ab. Bekomme ich dann wieder keine Info lehne ich die weitere Nutzung der App ab und lasse den Account löschen.
    Bitte denken sie an die User Experience. Sie können doch nicht erwarten das Eltern Schulungen besuchen und Benutzeranleitungen wälzen um mit dieser App zurecht zu kommen. Ich brauche diese Anwendung nicht. Ich kam bisher gut mit dem Papier zu recht. Und das Digitalisierung Papier spart ist ein wenig sinnvolles Argument, denn Datenspeicherung braucht sehr viel Strom und Rohstoffe. Hauptsächlich dreht es sich bei Digitalisierung um die Einsparung von Mitarbeitern. Und immer mit dem Nebeneffekt, dass plötzlich Menschen die vorher eine Dienstleistung bekommen haben nun diese selbst erbringen. Also machen sie die Benutzung bitte einfach und auf das Wesentliche beschränkt.
    Noch suche ich mir die Apps die ich benutzen möchte selber aus. Wenn mir eine z. B. Homebanking App nicht gefällt wechsle ich die Bank. Beim Thema Schule hab ich diese Möglichkeit nicht.
    Grüße von einem sehr genervten weil zur Nutzung von edupage gezwungenem Vater!

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Kathrin Schneider - RBS, Stabsstellenleitung Medienpädagogische Steuerung
Ein Gastbeitrag von:
Kathrin Schneider
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Co-Autoren­schaft:
Nathalie Nathalie Lampalzer (Nachwuchskraft) Alexander Geist (IT-Bedarfsmanagement) und Dr. Christina Beck (Digitalisierungsstrategin)