#ExplainIT: Co-Creation erklärt

2. November 2022
Ein Beitrag von Jessica Przybylski

Im Rahmen von Co-Creation entwickeln divers zusammengesetzte Teams gemeinsam neue Lösungen, Produkte oder Ideen. Diese neue Art der kollaborativen Innovation kommt in immer mehr Zusammenhängen zum Einsatz. Auch der Landeshauptstadt ist diese Arbeitsweise nicht fremd. Mehr darüber was Co-Creation ausmacht erfahren Sie in diesem #ExplainIT-Beitrag.

Co-Creation als Methode für kreative Entwicklungs­prozesse

Co-Creation beschreibt die gemeinschaftliche Entwicklung neuer Konzepte, Lösungen, Produkte oder Dienstleistungen durch Expertinnen und Experten mit weiteren Interessengruppen wie Kundschaft oder Lieferanten. Was erstmal trocken klingen mag, ist in der Praxis ein sehr kreativer Prozess, in dem kollaborativ an Innovationen gearbeitet wird. Denn das Markenzeichen von Co-Creation ist, dass Ideen geteilt und gemeinsam weiterentwickelt werden.

Ursprünglich kommt Co-Creation aus der Wirtschaft und hat dort mit der aktiven Teilhabe von Kundinnen und Kunden an der Entwicklung neuer Dienstleistungen und Produkte angefangen. Doch mittlerweile haben auch andere Bereiche die Stärken dieser interdisziplinären Zusammenarbeit unterschiedlicher Menschen und Fachdisziplinen erkannt.

So kommt Co-Creation inzwischen in verschiedensten Innovationsprozessen der Wissenschaft, der öffentlichen Hand sowie der Wirtschaft zum Einsatz. Auch im Umfeld von New Work ist die Methode weit verbreitet. Die unbegrenzten Möglichkeiten der Digitalisierung verleihen dem Trend weiteren Schub, da Menschen aus der ganzen Welt gemeinschaftlich an Projekten arbeiten können.

Was Co-Creation ausmacht

Die Beliebtheit von Co-Creation liegt vor allen Dingen an den guten Ergebnissen, die damit erreicht werden. Denn der Prozess bringt frühzeitig Fachexpertise und Endnutzende aus verschiedenen Bereichen zusammen und vereint somit das Beste aus zwei Welten. Die Fachleute bringen ihr Wissen aus den notwendigen Domänen ein. Diejenigen, für die die Ergebnisse des Prozesses bestimmt sind, reden von Anfang an auf Augenhöhe mit.

Die Einbeziehung der Kundschaft beziehungsweise Nutzenden bereits in der frühen Entwicklung beugt blinden Flecken vor und vermeidet Fehler aufgrund falscher Annahmen. Zudem fördert die Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen und Sichtweisen eine breitgefächerte Betrachtung der Herausforderungen, Probleme und Lösungen. So wird sowohl die Perspektive der Nutzenden als auch die Fachseite umfassend im Co-Creation-Prozess abgedeckt.

Auch in der Landeshauptstadt findet Co-Creation statt

Manchen aufmerksamen Leserinnen und Lesern unseres Blogs wird es aufgefallen sein, dass Co-Creation an der einen oder anderen Stelle auch ein Thema für München ist. Die Landeshauptstadt bedient sich des innovativen Trends, um tolle Projekte auf die Beine zu stellen und interessante Persönlichkeiten für ihre Vorhaben zu gewinnen. So ist Co-Creation zum Beispiel eine Station im Rahmen des Innovationswettbewerbs. Die Gewinner-Teams haben die Chance, ihre Lösungsansätze in einer Co-Creation-Phase gemeinsam mit der Stadtverwaltung im realen städtischen Kontext weiterzuentwickeln und zu erproben.

In einem anderen Projekt hat die Landeshauptstadt zusammen mit LiangDao, einem System-Anbieter für LiDAR (Light Detection and Ranging) Technik, in einer Co-Creation-Phase das Potenzial von Sensortechnik für die Gewinnung besserer Daten für die Verkehrsplanung erkundet. Die Stadtverwaltung verspricht sich davon hilfreiche Erkenntnisse für neue Methoden der genauen und zuverlässigen Datengewinnung.

Die Landeshauptstadt nutzt Co-Creation aber auch als Gelegenheit ihr Expertenwissen anderen guten Zwecken zur Verfügung zu stellen. So ist das Referat für Stadtplanung und Bauordnung dem Aufruf der Hochschule München gefolgt und hat sich am Co-Creation-Prozess zum Thema Circular City beteiligt. Solche Projekte zeigen das volle Potential von Co-Creation. Wir freuen uns darauf in Zukunft von weiteren spannenden Co-Creation-Prozessen zu berichten.

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