27. Juni 2021

Münchner Forschungs- und Innovations­bericht 2021


Kategorie: Digital

Ein Beitrag von:

Dr. Simone Thomas
Dr. Simone Thomas

Co-Autoren­schaft:
Frieke Meijer-Schepman, - Innovationsmanagerin im Referat für Arbeit und Wirtschaft Frieke Meijer-Schepman,
Innovationsmanagerin im Referat für Arbeit und Wirtschaft

Wie setzt sich die Stadt für die Innovationsfähigkeit des Wirtschaftsraums München ein? Das zeigt der Forschungs- und Innovationsbericht 2021 anhand vielfältiger Projekte und Vorhaben der Münchner Stadtverwaltung und ihrer Tochterunternehmen. Ein Überblick:

Entstehung und Entwicklung des Forschungs- und Innovationsberichts

Der Forschungs- und Innovationsbericht stellt Innovationen und neue Technologien für städtische Produkte, Dienstleistungen und Verfahren dar, die im letzten Jahr in der Stadtverwaltung angestoßen und umgesetzt wurden. Darüber hinaus werden Forschungsprojekte vorgestellt, die vor der Umsetzung von Innovationen stehen oder diese begleiten.

2021 erscheint der Bericht nun bereits zum elften Mal. Bei Betrachtung der gesamten Publikationsreihe zeigt sich im Zeitverlauf deutlich, wie die digitale Transformation in der Landeshauptstadt an Fahrt gewonnen hat. In seiner Erstausgabe war der Forschungs- und Innovationsbericht lediglich ein Unterkapitel des Jahreswirtschaftsberichts und umfasste nur sechs Seiten. Diese informierten unter anderem im Kapitel „Umweltschutz und Nachhaltigkeit“ darüber, dass das Lenbachhaus als deutschlandweit erstes Museum plante, die „zukunftsweisende LED-Technologie“ umfassend einzusetzen. Die zwei weiteren Kapitel, „IT-gestützte Dienstleistungen“ und „Optimierung öffentlicher Aufgaben“, wurden in den nachfolgenden Jahren ergänzt. Es folgten Themen wie „Mobilität“ und 2015 auch „Digitalisierung“, was vor allem durch die Gründung des IT-Referats zunehmend an Bedeutung gewann.

Seit 2013 wurde der Forschungs- und Innovationsbericht als eigene Broschüre veröffentlicht, in diesem Jahr nun erstmals unabhängig vom Jahreswirtschaftsbericht. Damit wird er der Vielzahl und Vielfalt der aufgeführten Projekte und ihrer Bedeutung für die Münchner Bürgerinnen und Bürger sowie den in München ansässigen Unternehmen gerecht.

Was ist neu im Forschungs- und Innovations­bericht 2021?

Für den Forschungs- und Innovationsbericht 2021 wurden die Beiträge der verschiedenen Referate sowie der Tochterunternehmen (Eigenbetriebe und Beteiligungsgesellschaften) der Landeshauptstadt München zusammengetragen. Er gliedert sich in sieben Kapitel:

  • Munich Urban Colab
  • Digitalisierung
  • Smart City
  • Stadtgesellschaft und Stadtviertel
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit und Umwelt
  • Gesundheit

Nachfolgend finden Sie einen kurzen Abriss über die wichtigsten Inhalte der einzelnen Themengebiete. Den vollständigen Forschungs- und Innovationsbericht 2021 gibt es hier als Download (PDF 1,4 MB).

Titelseite Forschungs- und Innovationsbericht 2ß21

Forschungs- und Innovationsbericht 2021 der Landeshauptstadt München, Quelle: Referat für Arbeit und Wirtschaft

Das Innovations- und Gründungszentrum „Munich Urban Colab“

2018 berichtete der Forschungs- und Innovationsbericht erstmals über die Pläne zur Errichtung und zum Betrieb eines Innovations- und Gründungszentrums im Kreativquartier München: das Munich Urban Colab. Nun ist es soweit: Das Colab als Gemeinschaftsprojekt von Stadt und UnternehmerTUM eröffnet offiziell am 28. Juni 2021. Damit nimmt es seine Rolle als Katalysator für nachhaltige Lösungen für die Stadt der Zukunft ein. Sie sind herzlich eingeladen, die Eröffnung im Livestream mitzuverfolgen.

Im diesjährigen Bericht werden erste gemeinsame Projekte der Landeshauptstadt München mit dem Ökosystem des Colabs vorgestellt. Darunter fallen das Virtual Skills Lab zur Zukunft der Pflege sowie das Mobilitätslabor der Stadtwerke München und der Münchner Verkehrsgesellschaft.

Innovation und Digitalisierung im Forschungs- und Innovationsbericht 2021

Den Stand der Digitalisierung Münchens stellt der Digitalisierungsbericht des IT-Referats umfassend dar. Im Forschungs- und Innovationsbericht 2021 werden gleichwohl einzelne, herausragende innovative Vorhaben aufgegriffen. Dazu zählen: das Programm für das städtische Personalmanagement „neoHR“, der Online-Wohnungsantrag, das Analyse- und Matching-Tool „Insights Dashboard“ der Plattform Munich Startup sowie ein Pilotprojekt zur Nutzung der Blockchain Technologie bei der Überprüfung von Dokumenten.

Die „smarte“ Stadt München

Die Spannbreite der Projekte zum Thema „Smart City“ sowohl auf lokaler Ebene als auch im EU-Kontext ist enorm. Ein Beispiel für ein städtisches Projekt ist der Innovationswettbewerb, bei dem unter anderem ein digitaler Vertriebsweg für Wochen- und Bauernmarkthändler erprobt wurde. Aber nicht nur das: Im Rahmen des Wettbewerbs wurde auch den Möglichkeiten einer Blockchain-Anwendung für die Verbesserung der Kundenzufriedenheit nachgegangen und der Einsatz von Gamification zur Motivation von energiesparendem Handeln getestet. Weitere Leuchtturm-Projekte im Bereich „Smart City“ sind das mittlerweile abgeschlossene EU-Projekt Smarter Together und das neu gestartete Projekt Connected Urban Twins.

Der Forschungs- und Innovationsbericht 2021 stellt weiterhin die stadtweite Entwicklung der Arbeit mit Sensordaten dar. Mithilfe dieser Daten kann beispielsweise eine zielgenaue Leerung der Altkleidercontainer durch den Abfallwirtschaftsbetrieb München sowie eine prompte Fehlerbehebung bei den Netztrafostationen der Stadtwerke München erfolgen.

Stadtgesellschaft und Stadtviertel im Fokus

Die Innovationen der Landeshauptstadt zielen auf eine Teilhabe aller Einwohnerinnen und Einwohner Münchens ab. Der Forschungs- und Innovationsbericht 2021 stellt hier eine digitale Schnitzeljagd für Kinder sowie eine Studie zur Gleichstellung von Frauen und Männern vor. Wie die Geschlechtergerechtigkeit auch in der Digitalisierungsstrategie der Landeshauptstadt München zukünftig weiter gewährleistet werden kann, diskutiert der Münchner Stadtrat am 8. Juli 2021 bei einem Stadtratshearing. Per Livestream können Sie mit dabei sein.

Mobilität in München

Im vergangenen Jahr wurden in EU-Projekten sowie in kleineren, stadteigenen Pilotprojekten zahlreiche innovative Maßnahmen getestet. Über eine wissenschaftliche Begleitung werden dabei Erfolgsfaktoren für eine nachhaltige Wirkung und Fortschreibung festgehalten. Aktuelle Beispiele im Bereich Mobilität sind Maßnahmen, die Münchner Bürgerinnen und Bürger zu einem nachhaltigeren Mobilitätsverhalten anregen. Weiterhin treiben die Stadtwerke München beim öffentlichen Personennahverkehr sowie im privaten Bereich Maßnahmen zum Umstieg auf E-Mobilität als klimaschonende Alternative voran.

Innovationsvorhaben für Umwelt und Nachhaltigkeit

Auch über aktuelle Vorhaben zu den städtischen Nachhaltigkeits- und Klimaschutzzielen gibt der Forschungs- und Innovationsbericht 2021 eine Übersicht. Dazu zählen die Initiativen:

  • Zero-Waste-City
  • Etablierung einer Kreislaufwirtschaft im Münchner Bausektor
  • Dekarbonisierung der Wärme- und Kälteversorgung
  • Datenbasierte Aufzeichnung der Energieeinsparpotenziale im Münchner Energienutzungsplan
  • Erschließung und Nutzung von Erdwärme

Einsatz neuer Technologien im Gesundheitsbereich

Das Kapitel „Gesundheit“ rundet den Forschungs- und Innovationsbericht 2021 ab. Aufgezeigt wird, wie beispielsweise im Rahmen der Corona-Pandemie ein Frühwarnsystem anhand von Abwasserproben aufgebaut wurde. Weiterhin wird ein Pilotprojekt vorgestellt, das den erfolgreichen Einsatz von Virtual Reality im Bereich der Pflege und Pflege-Ausbildung belegt.

Forschungs- und Innovations­berichts 2021 jetzt downloaden!

Den Forschungs- und Innovationsbericht 2021 können Sie als PDF-Datei herunterladen. In diesem finden sich am Ende auch weiterführende Weblinks zu den unterschiedlichen Vorhaben.

Eine Printversion des Forschungs- und Innovationsberichtes 2021 können Sie bei Frieke Meijer-Schepman (f.meijer-schepman@muenchen.de) bestellen.

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