Mission Construction – München erneut beim Futury Wettbewerb

25. Mai 2022
Ein Beitrag von Wolfgang Glock

Die Gründungs- und Innovations­plattform Futury hat wieder eine neue Mission durchgeführt. Unter dem Motto „Construction – be solid!” entwickeln internationale Studierende und Young Professionals in einem Wettbewerb drei Monaten lang innovative und nachhaltige Konzepte und Lösungen für die Bauindustrie. Zusammen mit Unternehmen aus Wirtschaft und Wissenschaft war die Landes­hauptstadt München erneut als Sparring­partnerin mit dabei. Mehr zur Initiative und den Ergebnissen erfahren Sie in diesem Beitrag.

Die Futury Mission Construction

Die Mission ist eine Initiative der Gründungs- und Innovations­plattform Futury. Dahinter stehen unter anderem die Unternehmens­beratung Bain & Company, die Deutsche Bank, die Recycling­gesellschaft PreZero und die Handelsblatt Media Group. Mit der Mission „Construction – be solid!” ging die Initiative in die achte Runde, in der sich Studierende und junge Mitarbeitende aus unter­schiedlichen Bereichen drei Monate lang einem Zukunftsthema widmen. Die Landes­hauptstadt München (LHM) hat schon 2021 bei der Mission „Mobility – Be Urban!“ die Teams mit Wissen und Erfahrung begleitet.

Die Lösungen der Futury-Teams für die Bauwirtschaft

Die Futury Teams haben im Rahmen der Mission Construction sechs innovative und gleichzeitig nachhaltige Lösungen und Konzepte für die Bauwirtschaft entwickelt und jeweils in einem “One Minute Pitch” vorgestellt.

Das Projekt GreenSignal hat zum Ziel die Finanzierung von nachhaltigen Projekten zu fördern. Über eine Plattform werden Banken, die nachhaltigkeitsorientierte Kredite anbieten, mit kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Kontakt gebracht.

Das Team von NatStruct setzt bei Baustoffen an und fokussiert sich dabei auf die synthetische Dämmung. Damit will das Projekt mit einer Alternative aus regionalen, recycelten Materialien CO2 in der Herstellung einsparen und Sondermüll vermeiden.

Das Projekt OneSpot greift in die Logistikkette ein, um den finalen Lieferabschnitt von Paketen grün zu gestalten. Konkret sollen mit einer Kombination aus hyperlokalen Logistikzentren und der Zustellung per E-Bike Emissionen in Logistikprozessen deutlich reduziert werden.

Das Projekt IFFcon setzt an der bisher noch sehr langsamen Digitalisierung der Baubranche an. Mit Fort- und Weiterbildungs­programmen für digitale Prozesse am Bau will das Projekt den Einstieg in die Digitalisierung vereinfachen.

Bei ENERVATE dreht sich alles um die Sanierung von Bestands­immobilien als wichtiger Schritt für die Dekarbonisierung des Gebäudesektors. Das Projekt hat eine Lösung entwickelt, um alte Gebäude schnell und nachhaltig zu sanieren. Schlüssel der Lösung ist die Kombination einer Flächenheizung mit einem modularen Dämmsystem.

„Sustainability by Design“ ist beim Team eunitec auf dem Programm: Über eine digitale Plattform sollen Unternehmen aller Wertschöpfungsstufen Emissionsdaten einstellen und abrufen können. So wird eine ganzheitliche Nachhaltigkeits­analysen entlang der gesamten Kette möglich gemacht.

Das Engagement der LHM bei der Mission Construction

Aus der LHM waren für den Futury Wettbewerb Mission Construction wieder unser Bereich E- und Open Government und das Planungsreferat beteiligt. Gemeinsam haben wir die Teilnehmenden mit inhaltlichem und methodischem Feedback unterstützt. Dabei haben wir sie manchmal auch angeregt, einen Perspektivwechsel vorzunehmen und sich beispielsweise Gedanken zur Skalierbarkeit der Projekte oder zur Konformität mit der aktuellen Rechtslage zu machen. Außerdem konnten wir ihnen Informationen zu laufenden nachhaltigen Projekten der Stadt liefern und Kontakte zu relevanten Ansprech­personen aus der Branche herstellen.

Die Münchner Stadtverwaltung bringt als öffentliche Stelle neben den am Projekt beteiligten Industrieunternehmen neue Ansätze in die Initiative ein. So halfen die städtischen Kolleginnen und Kollegen den Teilnehmenden sich in die Sicht von Bürgerinnen und Bürgern hineinzuversetzen und so wirklich nützliche Lösungen für die Gesellschaft zu finden.

In Zusammenarbeit mit dem Team IFFCOn und Prof. Dr.-Ing. Markus Koschlik, Professor für Bauingenieur­wesen an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach, wurde eine Umfrage konzipiert und durchgeführt. Darin gaben 49 Studierende Auskunft über ihre Bedürfnisse und Herausforderungen.

Die Mission Construction: Ein Gewinn auch für München

Die Zusammenarbeit und Kommunikation in der Mission Construction war von Offenheit und Transparenz geprägt. Die Teilnehmenden standen im laufenden Austausch, motivierten und inspirierten sich gegenseitig. Der stetige Austausch mit den beteiligten Industrie­unternehmen hat auch uns interessante Einblicke in aktuelle Trends und Hintergrundinformationen gegeben. Insgesamt zeichnet sich die Mission durch offenes Denken, kreative Heran­gehensweise und ihren Blick über den Tellerrand aus.

Im Rahmen des Kick-Off Events gab es eine spannende Panel Diskussion (ab Minute 27 dder englischsprachigen Youtube-Aufzeichnung), an der Alexander Lang seitens der LHM, Referat für Stadtplanung und Bauordnung, beteiligt war. Sein Kollege Arne Lorz erklärte In einem Handelsblatt-Interview,  warum wir „künftig Städte anders denken müssen“ und was das konkret bedeutet. Viele weitere Informationen zur Mission Construction gibt es auf den Seiten von Futury und beim Futury-Medienpartner Handelsblatt.

Im Juni startet auch schon die neunte Runde der Mission mit dem Namen WASTE, bei der die Beteiligung des IT-Referats und des Abfall­wirtschafts­betriebs München (AWM) geplant ist. Passende Frage: Are you ready to clean up the earth? Seid Ihr bereit die Erde zu säubern?

 

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