12. Februar 2020

#mitmuenchnern: Warum eigentlich Smart City?


Kategorie: Events

Ein Beitrag von:

Lisa Zech
Lisa Zech

Co-Autoren­schaft:
Elisabeth Wagner - Elisabeth Wagner
Am 28. Januar wurde im Rahmen der Ausstellung #mitmuenchnern – Jetzt ist Zukunft mit viel Sachverstand und Leidenschaft über die Digitalisierung diskutiert: Welche Chancen und Risiken sind mir ihr verbunden? Was macht sie mit uns und was wollen wir von ihr? Warum brauchen wir eine Smart City?

 

IT-Referent und CDO Thomas Bönig betonte in seinem Eröffnungsvortrag die Vielseitigkeit und Komplexität des Wandels: Überall verändern sich Rahmenbedingungen, es entstehen Herausforderungen und Chancen. Innovationen werden immer schneller und kosten weniger. Technologie führt zu Leistungssteigerung.

Auch in München müssen wir lernen, die Technik zu unserem Vorteil zu nutzen. Dabei stellt sich natürlich die Frage, wie wir alle Menschen mitnehmen. Der IT-Referent verwies auf die Digitalisierungsstrategie „München. Digital. Erleben.“, welche genau diesen Weg beschreibt.

Die Motivation hinter der Smart City

Dr. Chirine Etezadzadeh ist Gründerin und Leiterin des SmartCity.Instituts in Ludwigsburg. Sie eröffnete ihren Impulsvortrag mit der Frage „Warum sollen wir eigentlich smart werden?“.

Wir leben schließlich nicht in Asien, wo ganze Mega-Cities organisiert werden müssen. Auch nicht in den Vereinigten Staaten, wo vieles einfach deshalb gemacht wird, weil es geht. In Deutschland beobachten wir mögliche Gefahren der Digitalisierung durchaus kritisch. Dazu zählen beispielsweise die Überwachung, Abbau der Privatsphäre, Kommerzialisierung und steigende Anfälligkeit der Systeme.

Dr. Chirine Etezadzadeh erklärte allerdings auch, welche Motivation hinter einer Smart City steckt: Es gibt grundlegende Herausforderungen wie Klima- und Bodenschutz, Wasserqualität, Umweltverschmutzung. Die Menschen wünschen sich eine funktionierende Kommune in einem schönen Ort mit gesunder Luft und gutem Wasser, Beschäftigung, bezahlbaren Wohnraum und Bildung. Selbstverständlich sollen Sicherheit und Infrastrukturen für Verkehr, Ver- und Entsorgung vorhanden sein. Genau hier kann smarte Technologie helfen.

Der Ziel­erreichungs­grad für all diese Stadt­entwicklungs­ziele kann in einer Smart City deutlich erhöht werden. Vorausgesetzt wir gestalten die Systeme aktiv nach unseren Bedürfnissen.

Smart City – Fragen und Antworten

Anschließend gingen verschiedene Expertinnen und Experten in die Diskussion. Die Veranstaltung „Nimm Platz“ war dabei als Einladung zu verstehen, mit zu diskutieren. Ein Stuhl war, entsprechend des „teiloffenen Fishbowl-Formats“, für Freiwillige aus dem Publikum reserviert.

Expertise auf dem Podium: Jutta Jungwirth, Stadtbaurätin Dr. Elisabeth Merk, Prof. Dr. Chirine Etezadzadeh und Luis Bollinger, Foto: Dobner/Angermann

Stadtbaurätin Dr. Elisabeth Merk betonte die Chancen der Digitalisierung – gerade durch die Einbindung und Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Dabei machte sie allerdings auch deutlich, dass sich Menschen nicht nur digital austauschen wollen, sondern sich Orte für reale Begegnungen wünschen.

Jutta Jungwirth, Leiterin des Bereichs Stadtplanung der Stadtwerke München, berichtete über sehr positive Erfahrungen im Projekt Smarter Together, speziell mit den Mobilitätsstationen.

Luis Bollinger, Chief Marketing Officer des Start-ups Holo-Light, stellte sich Fragen zu möglichen Abhängigkeiten mit den dominierenden Digital-Unternehmen. Er machte klar, dass Microsoft zwar 3D-Brillen verkauft, sein Start-up aber in der Entwicklung der dazu passenden Apps sehr frei ist.

Ein Gast aus dem Publikum erkundigte sich auch nach der E-Akte. Thomas Bönig stimmte zu, dass man gerne schon weiter wäre und es wohl noch einige Zeit braucht. Die flächendeckende Umsetzung ist ein aufwendiges und teures Projekt. Dennoch steht das Ziel: eine stadtweite Einführung bis 2025.

 

Fazit: Beim Thema Smart City gilt es, im Gespräch zu bleiben. Aber München ist auf einem guten Weg.

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