22. Januar 2020

München und Stuttgart im Austausch zur Digitalisierung


Kategorie: Partner

Ein Beitrag von:
Lisa Zech

Gast-Autor:
Sandra Baumholz, - Referentin des 1. Bürgermeisters der Stadt Stuttgart Sandra Baumholz,
Referentin des 1. Bürgermeisters der Stadt Stuttgart

Co-Autor:
Stephanie Mirlach, - persönliche Mitarbeiterin des IT-Referenten Stephanie Mirlach,
persönliche Mitarbeiterin des IT-Referenten

Im Dezember 2019 trafen sich die beiden Landeshauptstädte, um sich über die Herausforderungen bei der Digitalisierung und ihre jeweilige Strategie auszutauschen. Das nächste Treffen ist bereits für April 2020 geplant. Dann kommt Stuttgart zu Besuch nach München.

Wie die Stuttgarter die Digitalisierung angehen

Thomas Bönig, CIO und CDO der Stadt München, besuchte Anfang Dezember 2019 Dr. Fabian Mayer, den 1. Bürgermeister der Stadt Stuttgart, der seine Digitalisierungsstrategie „Digital MoveS – Stuttgart.Gestaltet.Zukunft“ vorstellte. Diese Strategie konzentriert sich in Stuttgart auf die Digitalisierung der Stadtverwaltung. Ziel ist es, den Menschen kundenorientierte, effiziente und effektive Verwaltungsprozesse auf Basis moderner und sicherer IT-Infrastruktur digital bereitzustellen.

Stuttgarts 1. Bürgermeister Mayer macht deutlich, worauf es dabei ankommt:

Eine verantwortungsvolle, wirtschaftliche und nachhaltige Digitalisierung der Stadtverwaltung besteht nicht in der Abbildung des Status quo in Bits und Bytes. Vielmehr gilt es, den Transformationsprozess entlang der drei Punkte „Mensch, Prozess und IT“ zu gestalten.

Stuttgart will in der Stadtverwaltung einiges bewegen

Neben dem Ausbau von Online-Angeboten für Bürgerschaft und Unternehmen, geht es auch um moderne und mobile Arbeitsplätze, Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie Informationsangebote für die Beschäftigten der Stadt. Mit eigens ausgebildeten Digital MoverS (Digitalisierungslotsen) in den Ämtern vor Ort, soll die Digitalisierung aktiv gelenkt und begleitet werden. Zudem gilt es auch Prozesse, die im Hintergrund innerhalb der Stadtverwaltung ablaufen, weiter zu digitalisieren.

Weitere Themen sind Kollaboration, Datenschutz und IT-Sicherheit. Enthalten ist auch der Ausbau der Breitbandanbindung städtischer Gebäudekomplexe mit zusätzlichen vier Millionen Euro.

 

Super Bild
Digitalisierungsstrategie Stuttgart, Quelle: Landeshauptstadt Stuttgart

Voneinander lernen

In der Digitalisierung ist es entscheidend, voneinander zu lernen. Stuttgart interessiert sich vor allem für die Themen muenchen.digital und das Innovation-Center. Gerade für den Aufbau einer eigenen Webpräsenz ihrer Digitalisierungsstrategie, möchte sich die Stadt an muenchen.digital ein Vorbild nehmen. Auch ein ähnliches Projekt wie das Münchner Innovation-Center könnte man sich dort gut vorstellen.

​Umgekehrt kann München von den Erfahrungen der Stadt Stuttgart im Bereich „Mobilität“ profitieren. Im Zuge des Smart City Index 2019 von Bitkom hat Stuttgart unter den deutschen Großstädten Platz 3 belegt. Beim Thema Mobilität ist Stuttgart sogar „Hidden Champion“. Aber es gibt auch Themen, wie zum Beispiel das Online-Zugangsgesetz oder die Digitalisierung interner Prozesse in unterschiedlichen Bereichen (zum Beispiel eAkte, Kollaboration oder Dokumenten-Management-Systeme), bei denen ein Erfahrungsaustausch oder gegebenenfalls ein gemeinsames Projekt einen Mehrwert für beide Städte bringen kann.

Finanzierung: Wer A sagt, muss auch B sagen

Die Umsetzung der Strategie Digital MoveS und des Digitalisierungsprogramms startete nun 2020. Für Investitionen und die Realisierung der Maßnahmen von Digital MoveS steht der Stadt Stuttgart für die Jahre 2020/2021 ein Budget von zehn Millionen Euro zur Verfügung. Zusätzlich kann die Stadt ab 2020 hierfür 98 Stellen neu schaffen. Auch Thomas Bönig sieht den Bedarf, massiv personell und finanziell in den Transformationsprozess zu investieren, will man diesen zeitnah erfolgreich gestalten.

Im April 2020 kommen die Stuttgarter zu Besuch nach München, um gemeinsam zu überlegen, was man digital noch bewegen kann.

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