Innovative Lösungen und Ideen auf dem Marktplatz digitaler Möglichkeiten 2022!

25. November 2022
Ein Beitrag von Marie Kämper

Die Digitalisierung erleben und aktiv mitgestalten, Fragen stellen und sich über aktuelle digitale Projekte informieren. All das bot der Marktplatz digitaler Möglichkeiten auch in diesem Jahr. Im Fokus standen dabei die Interaktion und der Austausch zwischen allen Beteiligten. Mehr Informationen und Videos zu den einzelnen Projekten finden Sie hier im Nachbericht.

Mit 13 spannenden Projekten ergänzte der Marktplatz digitaler Möglichkeiten den Open Government Tag am Vortag. Dabei diskutierten Sessiongeberinnen und Sessiongeber aus der öffentlichen Verwaltung, Forschung und Wirtschaft gemeinsam mit den Teilnehmenden über die vielfältigen Möglichkeiten der Digitalisierung im Alltag und in der Arbeitswelt. Wir möchten uns an der Stelle bei allen Beteiligten für den intensiven Austausch bedanken!

Erste Sessions von 9.00 – 10.00 Uhr

Digitalisierung und Prozessoptimierung in der Dokumenterstellung mit coSys bei der Landeshauptstadt München

Ob Rundschreiben, Anträge auf Überstunden oder Dienstbefreiungen – auch die städtischen Beschäftigten füllen in der Arbeit Formulare aus. Das neue Vorlagenverwaltungssystem unterstützt sie bei deren Generierung, Aufbereitung, Verteilung, Archivierung und Wiederverwendung. In der Session wurde die Anwendung des neuen Systems anhand von Beispielen praxisnah erläutert. So können Dokumente beispielsweise gedruckt, in die E-Akte eingepflegt oder per Mail verschickt werden. Auch dezentrales Drucken aus dem Home-Office heraus soll realisiert werden.

Digital I Vernetzt I Nachhaltig – mit Bedarfsbündelung und kollektiver Intelligenz für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen

Pack-it-eco ist eine Plattform, die nachhaltige Verpackungslösungen bietet und Wirtschaft und Kommunen für eine nachhaltige und digitale Zukunft miteinander vernetzt. Die Session lebte von dem intensiven Austausch mit den Teilnehmenden und gab konkrete Impulse, wie Städte und Gemeinden beim Thema Verpackungen nachhaltiger werden können. Dazu zählen zum Beispiel der Einsatz von QR-Codes und die Gründung nachhaltiger Einkaufsgesellschaften.

Smarte Helfer für den ländlichen Raum: Konkrete Lösungen aus den digitalen Hörnerdörfern

Die kleinen Gemeinden Balderschwang und Obermaiselstein im Allgäu meistern mit digitalen Lösungen Herausforderungen im Tourismus. Dazu haben sie unter anderem bereits Touchterminals und Webcams installiert, um Gäste über kulturelle Angebote, aber auch die Wetterlage zu informieren. Zudem unterstützt die digitale Anwendung „Dahuim Anmelden“ saisonale Beschäftigte aus Osteuropa bei ihrer Anmeldung. indem diese die digitalen Anmeldedokumente in ihrer Landessprache ausfüllen können.

Digitale Barrierefreiheit: Was macht die Landeshauptstadt München?

Digitale Barrierefreiheit bedeutet, dass digitale Angebote von allen Menschen, unabhängig von ihren Beeinträchtigungen, genutzt werden können. Neben Tipps für das eigene Verhalten wurde in der Session auch erläutert, welche Maßnahmen die Landeshauptstadt München umsetzt, um ihre digitalen Angebote barrierefrei zu gestalten. Sie setzt dabei unter anderem auf die Sensibilisierung aller Beschäftigten, Angebote in Leichter Sprache und die Erstellung eines Maßnahmenkataloges.

Zweiter Session-Slot von 10.10 – 11.10 Uhr

Digitainability – Sustainable Smart Cities

Digitainability bedeutet die Möglichkeiten der Digitalisierung für mehr Nachhaltigkeit zu nutzen. In der Session konnten die Teilnehmenden den Digitainability Prozess kennenlernen, bei dem Studentinnen und Studenten der TUM Ideen zu Sustainable Smart Cities entwickelten. Bei dem Lehrprojekt standen nachhaltige Mobilität, Digitalisierung und Nachhaltigkeit im ländlichen Raum und die Rolle von Daten in Smart Cities im Fokus. Im Anschluss wurden die erarbeiteten Lösungen und Zukunftsausblicke vorgestellt.

FUJITSU – Mein Kollege der Bot ?! – Herausforderungen bei Digitalisierungsprojekten

Stellen Sie sich vor, zeitintensive, monotone und damit fehlernanfällige Arbeiten wie Kopieren oder Dokumente ausfüllen übernähme ein Kollege. Nur das dieser Kollege ein Roboter und damit Teil der Robotergestützten Prozessautomatisierung (RPA) wäre. Hauptziel dabei ist es, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu entlasten. In der Session wurden Lösungswege gezeigt, was dabei zu beachten ist und wie Bots Prozesse erfolgreich übernehmen können. Beeindruckend war auch die Vorstellung einer erfolgreich umgesetzten RPA-Lösung: Durch die Digitalisierung eines teilweise papierbasierten Prozesses konnten jährlich ca. 720 Arbeitsstunden eingespart werden.

Wissensdatenbank Service Now: Wissensmanagement für operative IT-Prozesse

Mit dem Wissensmanagement für operative IT-Prozesse soll eine Win-Win-Situation für alle Beschäftigten der Stadtverwaltung und dem IT-Support des IT-Referats ermöglicht werden. Die Idee dahinter: Die IT-Fachkräfte im Backoffice-Support geben ihr Wissen an die weniger IT-erfahrenen Beschäftigten weiter. Dieses Wissen wird zusätzlich in einer Wissensdatenbank festgehalten. Durch diesen Wissenstransfer sind Beschäftigte bei IT-Problemen teilweise schneller wieder einsatzfähig, weil sie selbstständig auf die Lösungen bereits bearbeiteter IT-Aufträge zugreifen können.

Dritter Session-Slot von 11.20 – 12.20 Uhr

Die E-Akte: Chancen und Herausforderungen

Im Zuge der Digitalisierungsstrategie der Landeshauptstadt München werden Papierakten nach und nach durch digitale Akten ersetzt. Damit schaffen diese die Basis für moderne digitale Prozesse. Die stadtweite Einführung der E-Akte soll dabei schnell und in der Breite geschehen. Dabei zeigt die Praxiserfahrung aus dem letzten Jahr sowohl Herausforderungen als auch Chancen. So ist beispielsweise die Erwartung an eine einfache, benutzerfreundliche Bedienung groß. Das ist jedoch mit dem Verwaltungshandeln, das oft von komplexen Vorgängen geprägt ist, schwierig in Einklang zu bringen. Zudem zeigte sich, dass die Praxisanwendung vor allem anfangs oft eine Herausforderung ist. Dem kann durch Schulungen und Übungen oder der Etablierung von Communities, die sich gegenseitig unterstützen, entgegnet werden.

Sharingplattform Klink: Sharing-Potenziale in der Stadt(-verwaltung)

Die Sharingplattform Klink der Isarwatt eG bietet flexible Lösungen für den immer stärker werdenden Bedarf an gemeinschaftlich nutzbaren Dingen, getrieben durch finanziele, soziale oder ökologische Aspekte. Auf der Plattform können Ressourcen wie Räume, Mobilitätsangebote oder Gegenstände gebucht und Aufwände, wie zum Beispiel Wegezeiten, reduziert werden. Die Teilnehmenden der Session konnten mithilfe von Umfragen die Session aktiv mitgestalten und zum Beispiel ihre eigenen Sharinginteressen mit den anderen teilen. Im Anschluss gab es intensive Gespräche und Vernetzungen.

Digital Leadership - Neue Anforderungen an Führung?

Im Zuge der Digitalisierung verändert sich innerhalb der Arbeitswelt auch der Führungsstil. New Work, Homeoffice, Führen auf Distanz – all das prägt Digital Leadership. Die Session gab den Teilnehmenden zunächst einen Einblick in klassische Führungsaufgaben wie dem Auseinandersetzen mit der Zukunft oder dem Schaffen von Strukturen. Diese Aufgaben werden bei Digital Leadership mit neuen ergänzt. Dazu zählen der Aufbau von Medien- und Technologiekompetenzen und die Förderung von Beziehungen und Netzwerken. Auch Veränderungen anzustoßen und Werte zu vermitteln sind bei der Führung 4.0 stärker gefragt.

Vierter Session-Slot von 13.00 – 14.00 Uhr

BORN – Digitalisierung in der Krebsforschung

Das Bayernweite-Onkologische-Radiologie-Netzwerk nutzt die Chancen der Digitalisierung für die Verbesserung der Diagnostik und Therapie von Krebs. Das Netzwerk besteht dabei aus sechs bayerischen Universitätskliniken. Diese arbeiten bei der Einführung von strukturierten, standarisierten radiologischen Befunden eng zusammen. Denn bildgebende Verfahren in der Krebsmedizin spielen eine Schlüsselrolle für die Diagnose und Behandlung von Tumoren. Die entwickelten Untersuchungsstrategien sollen zukünftig auch anderen Krankenhäusern zur Verfügung gestellt werden. Von dem Datenaustausch profitieren neben der Forschung, vor allem Patientinnen und Patienten durch bessere Versorgungsmöglichkeiten.

Kunst- und Kulturvermittlung mithilfe von Virtual Reality: Potenziale von XR für Museen und Bildungseinrichtungen

Kunstgemälde virtuell betreten und mit den gemalten Motiven kommunizieren? Das Team des Projekts TimeLeapVR vermittelt Kunst und Kultur mithilfe von Virtual Reality auf eine neue Art und Weise. Für die Besucherinnen und Besucher bedeutet dies, in die Kunstwerke einzutauchen, diese interaktiv mitzuerleben und sich so zu informieren. Den Teilnehmenden boten sich durch Videos spannende Einblicke in die virtuelle Welt, in der auch mal das Wandbild eines Dinosauriers mit Blick durchs Smartphone zum Leben erweckt wurde.

Das Identity und Access Management (IAM) System der LHM – eine Schlüsselkomponente zur Digitalisierung und Automatisierung der IT

Wir alle müssen unsere Identität nahezu täglich in der digitalen Welt nachweisen. Dies geschieht in der Arbeit zum Beispiel mit Benutzernamen und Passwort oder Tokens. Das IAM übernimmt dabei die Verwaltung dieser verschiedenen Identitäten und deren individuellen Zugriffsrechten. Vor der Einführung des IAM-Systems mussten die städtischen Beschäftigten, die mehrere IT-Systeme nutzten, diese manuell verwalten. Sollten beispielsweise Personendaten geändert werden, mussten diese manuell in die einzelnen Systeme eingetragen werden. Mit dem IAM-System als Schnittstelle ist nun eine durchgehende Informationskette geschaffen worden: So werden die Daten, zum Beispiel bei einer Namensänderung, in allen verbundenen Systemen übergreifend geändert.

Session verpasst? Jetzt nachholen!

Gerne geben wir Ihnen die Möglichkeit, die Sessions vom Marktplatz digitaler Möglichkeiten 2022 anzusehen. Alle freigegebenen Aufnahmen finden Sie auf unserem YouTube-Kanal. Werfen Sie gleich einen Blick in die Videos und holen Sie sich Inspiration für neue, digitale Projekte!​ Oder starten Sie gleich direkt mit dem ersten Video aus der Playlist:

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Teresa Katz - Team Digitale Kommunikation, Social Media, Eventmanagement im IT-Referat
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