Bayerische Städte bündeln Kräfte für innovative und servicegerechte Online-Bürgerservices

20. Juni 2023
Ein Beitrag von Wolfgang Glock

Die bayerischen Städte wollen den Weg in die digitale Zukunft gemeinsam gehen. Aus diesem Grund hatte das IT-Referat der Landeshauptstadt München Anfang Juni zu einem gemeinsamen Workshop eingeladen. Dieser brachte die kommunal organisierten Entwicklungsgemeinschaften für E-Government-Angebote bayerischer Kommunen zusammen.

Wegweisende Initiative zur Stärkung der servicegerechten Verwaltung

Bei dem Treffen nahmen Vertreterinnen und Vertreter der sogenannten „M-A-N-Kooperation“ der bayerischen Metropolen München, Augsburg und Nürnberg sowie der „Entwicklergemeinschaft der bayerischen Mittelstädte“ teil – letztere besteht aus insgesamt 31 Städten mit Einwohnerzahlen von 30.000 bis 150.000. Das Ziel des Kooperationstreffen lag im Austausch von Erfahrungen, Aktivitäten und Planungen, um die interkommunale Zusammenarbeit zu stärken und Synergien optimal zu nutzen.

Bei dem Workshop wurden bereits konkrete Schritte vereinbart, um die kommunalen Online-Services kontinuierlich zu verbessern. Dabei geht es unter anderem darum, die Entwicklungsergebnisse gegenseitig nutzbar zu machen. Weiterhin steht die Optimierung moderner Online-Angebote und die Bündelung des vorhandenen Know-how und der Kapazitäten im Fokus.

Wolfgang Glock, Leiter der Abteilung E-/Open-Government im IT-Referat und Vertreter der Landeshauptstadt München, betont den hohen Stellenwert des Workshops:

Gemeinsam geht es besser – mit vereinten Kräften in die digitale Zukunft Bayerns Städte.

Schlüssel für servicegerechte Produkte liegt im Verbund und Austausch der Mittelstädte

Für Dr. Christian Schachtner, CDO der Stadt Kempten, kommt die Initiative zur rechten Zeit:

Mit dem Verbund der Mittelstädte im Austausch mit weiteren deutschen Entwicklungsnetzwerken können wir konzeptionell und in Standards denkend den nächsten Schritt der Verwaltungsdigitalisierung angehen.

Der Schwerpunkt liegt dabei auf der nutzungsfreundlichen Gestaltung und Steigerung der Akzeptanz von Verwaltungsleistungen über das Internet für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen. Dabei spielen die Erfahrungen und Fähigkeiten der jeweils genutzten technischen Plattformen nur eine untergeordnete Rolle.

Vielmehr steht die effiziente Integration zentraler Dienste von Land und Bund sowie der Austausch von Standards, Herausforderungen, Erfahrungen und Lösungen der sogenannten „Einer für Alle“-Dienste im Vordergrund.

Bayerns Kommunen treiben gemeinsam die Digitalisierung voran

Mit der erweiterten Kooperation wird nicht nur eine bessere gegenseitige Information und Einflussnahme auf gesetzliche und politische Änderungen angestrebt, sondern auch die Nutzerzufriedenheit gesteigert, eine gemeinsame Wissensplattform aufgebaut und abgestimmte Marketingmaßnahmen entwickelt.

Die bayerischen Kommunen setzen damit einen bedeutenden Schritt, um die Digitalisierung auf kommunaler Ebene in Bayern voranzutreiben. Durch die gemeinsamen Bemühungen wird die Umsetzungsgeschwindigkeit erhöht und eine Durchgängigkeit in Bayern als erstem Flächenbundesland erreicht.

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Wolfgang Glock - Leiter für die Themen E- und Open Government und Smart City
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