21. März 2019

Offene Daten für ein digitales München – Der Bericht zum #oddmuc19


Kategorie: Events

Ein Beitrag von:

Dr. Stefan Döring
Dr. Stefan Döring

Co-Autor:
Patrizia Filz,
duale Studentin

Was machen Vernetzer, Konzeptler, Coder, Designer und Startups am 2. März im Werk 1? Sie alle waren Teil des Hackathons 2019 und diskutierten über den Nutzen offener Daten für die Allgemeinheit.

Bereits zum fünften Mal lud das Projekt E- und Open Government in München anlässlich des internationalen Open Data Days zu einem Hackathon ein. Ziel war die Vernetzung der IT-Community, um gemeinsam mit offenen Daten der Stadt Lösungen zu erarbeiten.

Auch verschiedene Startups waren dabei, um ihren Beitrag zu einem digitalen München zu präsentieren. Mit einer Rekordteilnehmerzahl von knapp 100 Personen aus den unterschiedlichsten Bereichen bot das Event zudem einen abwechslungsreichen Mix aus Präsentationen, interessanten Gesprächen sowie der direkten Arbeit mit Daten. Unser Eventvideo gibt einen Einblick in die lockere Atmosphäre und die gute Stimmung:

Twitteralarm unter den Hashtags #odd19 und #oddmuc

Auch in diesem Jahr waren unter den Open Data Fans wieder zahlreiche Twitterer. Unter dem Hashtag #odd19 wurden tausende Meldungen aus der ganzen Welt abgesetzt. Alle mit dem Ziel, über den Nutzen offener Daten zu kommunizieren und zu diskutieren. Wer direkt unseren Münchner Hackathon nachvollziehen möchte, sollte zusätzlich nach dem Hashtag #oddmuc suchen.

Umwelt, Verkehr und Mobilität

Die Bedeutung von Daten nimmt in einer immer digitaler werdenden Gesellschaft zu. Unter dem Stichwort „offene Daten“ geht es darum, diese für die Gemeinschaft zu nutzen.

Wolfgang Glock, Stadt München, bei der Begrüßung

Wolfgang Glock, Leiter der Stabsstelle E-und Open Government & Smart City der Landeshauptstadt München, stellte daher zu Beginn des Events die zur Verfügung stehenden offenen Datensätze vor, mit welchen die Anwesenden gemeinsam neue Lösungen erarbeiten konnten. Einen großen Teil davon findet man zum Beispiel im Open Data Portal. Fahrraddaten, Geo- oder Fahrplandaten konnten abgerufen werden. Auch die Umweltdaten und Schadstoffmessungen der intelligenten Lichtmasten des Projekts Smarter Together standen zum Hacken zur Verfügung.

Startups & Networking – Neues Konzept auf dem Hackathon

Neben dem Hacken stand in diesem Jahr das Netzwerken auf dem Programm. Hierzu haben wir erstmals verschiedene Startups eingeladen, sich in kurzen Pitches vorzustellen und ihre Lösungen und Modelle zu präsentieren. In unserem Vorbericht haben wir die Startups hier im Blog bereits angekündigt.

Auch haben wir auf die „Startup-Couch“ eingeladen. In kurzen Video- Interviews stellten sich die Gründer vor, präsentierten den Beitrag ihres Startups für München sowie Kooperationsmöglichkeiten mit der Stadtverwaltung. Die Videos werden nach und nach in unserer Youtube-Liste „Startup-Couch“ veröffentlicht:

Den Anfang macht Integreat. Das Startup beeindruckte bereits in der Keynote mit seiner Idee eines mobilen, mehrsprachigen und kostenlosen Alltagsguides für Neuzugewanderte. Die Gründer betonten dahingehend die große Bedeutung von Kooperationen von Startups mit Städten und Kommunen.

Ganz spontan erzählte zudem das Team des Startups ABIS von seiner Arbeit. Durch ihre Smart Data Plattform können Organisationen effiziente Datenanalysen durchführen. Ziel ist es, alle Zusammenhänge zu erfassen, um nicht nur Zeit und Kosten einzusparen, sondern auch Ressourcen und Kapazitäten flexibel auf den Bedarf anzupassen.

Das Startup Soul Sailor (englische Webseite) nutzte ebenfalls die Gelegenheit, sich spontan beim Publikum vorzustellen. Die Plattform unterstützt Verwaltungen dabei, Chatbots aus den eigenen PDF-Formularen zu bauen. Dadurch verbessern sie die Kommunikation mit den Bürgern und erleichtern zugleich die Interaktion zwischen Behörde und Bürgerschaft.

Das neue Format stieß auf Begeisterung, daher ist es auch für kommende Formate angedacht, Startups mehr zu integrieren.

Offene Daten als Brücke zwischen Bürgerschaft und Stadtverwaltung nutzen

Zum Ende des Tages stellten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Ergebnisse und Lösungen vor. Eine Gruppe beschäftigte sich konkret mit dem Open Data Portal. Hier fiel auf, wie viele Klicks es benötigt, um tatsächlich zu den gewünschten Datensätzen zu kommen. Um dies zu verbessern, arbeitete man an einer besseren Übersichtlichkeit und Verständlichkeit des Portals.

Die Kollegen des Startups C-led richteten während des Tages verschiedene QR-Codes zu bestimmten Fragen oder Themen ein, welche die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit ihrem Smartphone scannen konnten. So gab es direktes Feedback dazu, ob man die Pizza oder den Kaffee gut fand oder wenn man von einem der Startups begeistert war. Eine gute Möglichkeit auch für Kommunen, sich schnelles und direktes Feedback einzuholen, ToDos zu identifizieren und das Leben in der Stadt zu verbessern.

Weitere Eindrücke und Impressionen zum Event geben unsere Bilder:

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