30. Juni 2021

Digitaltag vorbei? Bei uns geht’s natürlich weiter!


Kategorie: Events

Ein Beitrag von:

Leonie Cramer
Leonie Cramer

Der Digitaltag 2021 ist vorbei, aber die Digitalisierung in München geht natürlich weiter! In über 20 Sessions konnten Teilnehmende des Digitaltags die vielfältigen digitalen Angebote der Stadt München kennenlernen, Fragen stellen und eigene Ideen einbringen. Die Highlights aus vier Veranstaltungstagen haben wir im Nachbericht für Sie zusammengetragen:

Von Anfang an dabei!

Erst vor einem Jahr wurde der 18. Juni von der Initiative „Digital für alle“ zum bundesweiten Digitaltag ernannt. Mit dem gemeinsamen Ziel, die digitale Teilhabe zu fördern, setzen sich seitdem in der Woche um den Digitaltag viele Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Organisationen dafür ein, die Digitalisierung mit einer Vielzahl an spannenden Angeboten für alle erlebbar zu machen. So konnten Interessierte auch in diesem Jahr an über 2.000 Aktionen bundesweit teilnehmen.

Schon im letzten Jahr beteiligte sich die Stadt München mit einem vielfältigen Angebot an Online-Vorträgen, -Diskussionsrunden, -Interviews und -Mitmachaktionen. Tatsächlich ist es sogar gelungen, mit dem diesjährigen Programm noch einen draufzusetzen!

Die Highlights vom Digitaltag 2021

Auf dem Weg zu mehr digitaler Teilhabe haben wir neue Rekorde gebrochen: Mit über 20 Sessions und über 870 Teilnehmenden war das Interesse am Digitaltag der Landeshauptstadt München in diesem Jahr besonders groß. Kein Wunder: Wir alle haben im letzten Jahr erlebt, mit welcher Geschwindigkeit der digitale Wandel vorangetrieben wurde – auch im Public Sector. Während unser Alltags immer digitaler wird, ist es wichtig, dass niemand von diesem gesellschaftlichen Wandel ausgeschlossen wird.

Eine Digitalisierung auf Augenhöhe sei heute wichtiger denn je, betonte IT-Referent und Chief Digital Officer Thomas Bönig in seiner Session. Der Austausch zwischen Stadtverwaltung, -politik und -gesellschaft sollte dabei zukünftig noch weiter gestärkt werden. Der Digitaltag ist dafür eine wichtige Plattform und bietet eine große Chance für beide Seiten: Stadtverwaltung und Bürgerinnen und Bürger.

Teilnehmende konnten in diesem Jahr aus einem bunten Programm an Online- und Vor-Ort-Aktionen wählen, die sich auf die insgesamt vier Veranstaltungstage vom 16. bis 19. Juni 2021 verteilten. Jugendliche, Erwachsene und Seniorinnen und Senioren kamen dabei gleichermaßen auf ihre Kosten.

Austausch und Interaktion

Wie Partizipation und digitale Teilhabe in der Praxis aussehen können, zeigte das Team E- und Open Government mit seinen Sessions zu den Projekten „WerkSTADT“ und „Behörden-ChatBot“. Gemeinsam gingen die Beteiligten zum Beispiel der Frage nach, wie digitale und analoge Räume der Partizipation gestaltet werden sollten, damit Bürgerinnen und Bürger die digitale Stadt kennenlernen und ihre eigenen Ideen einbringen können.

Wie immer hatten die Sessiongeberinnen und Sessiongeber auch ein offenes Ohr für Kritik. Teilnehmende nutzten die Chance, ihre Erfahrungen mit den Online-Services der Stadt zu teilen. So kam zur Sprache, dass die Suche nach Informationen, Unterlagen oder Online-Terminen im Netz derzeit noch sehr umständlich ist – besonders für ältere Generationen. Um zukünftig schneller ans Ziel zu kommen, tauschten sich Seniorinnen und Senioren in der Session angeregt darüber aus, welche Anforderungen ein ChatBot erfüllen müsse, um die Internetrecherche nach Verwaltungsdienstleistungen zu erleichtern.

Nachhaltigkeit und Open Source

Digitalisierung ist viel mehr als nur IT! Auf dem Digitaltag wurde in verschiedenen Sessions diskutiert, wie Digitalisierung bei der Stadt München auch die Umsetzung politischer Ziele, wie Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit, Gendergerechtigkeit oder auch digitalen Souveränität, unterstützen kann und dementsprechend gestaltet werden muss.

Ganz konkret wurde es dabei vor allem in der Session vom  Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM), der seine Kommunikation in den letzten Jahren komplett neu gedacht hat, um stadtweit einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen zu fördern. Es reiche heutzutage nicht mehr aus, die Informationssuche über Mülltrennung, Recycling oder Gebrauchtwarenhäuser wie der Halle 2 allein den Bürgerinnen und Bürgern zu überlassen. Behörden und Eigenbetriebe wie der AWM haben heutzutage eine größere Verantwortung, Wissen aktiv und zielgruppengerecht zu übermitteln und sich dabei auch digitalen (Social-Media-)Kanälen zu bedienen.

Gerade die Bedeutung der digitalen Souveränität rückte im Kontext der Open-Source-Debatte in München zunehmend in den Fokus des öffentlichen Interesses und regte auf dem Digitaltag zu Diskussionen an. Im Online-Vortrag der städtischen IT-Strategieabteilung und des Fraunhofer Instituts wurde vor allem die Bedeutung strategischer Partnerschaften zwischen öffentlichen Einrichtungen zur Förderung von Open Source in München betont, um auch zukünftig leistungsfähig zu bleiben und autonom handeln zu können.

Wenn Digitalisierung hilft

Ob bei der Suche nach einem Kita-Platz, in der Arbeit, bei Behördengängen oder auch in Krisensituationen – Digitalisierung kann uns unterstützen.

Der kita finder+ ist das beste Beispiel für eine digitale Lösung, die mittlerweile das Leben vieler Eltern in München erleichtert. Emotional und ehrlich teilten die Sessiongeberinnen vom Referat für Bildung und Sport in ihrem Vortrag die erfolgreiche Entwicklung vom „kita finder-“ zum „kita finder+“ – eine Erfolgsgeschichte, die auch Rückschläge mit sich brachte und Durchhaltevermögen erforderte!

Besonders gut besucht war die Session zur städtischen Homeoffice-Umfrage des Personal- und Organisationsreferats. Interessant dürften für viele Teilnehmenden die Konzepte zur weiteren Flexibilisierung der Arbeitszeiten innerhalb der Stadtverwaltung sein. Da viele Beteiligte in der Umfrage angaben, auch außerhalb der festgelegten Arbeitstage und -zeiten eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie realisieren zu können, wird die Option aktuell geprüft, auch mal spontan einen Arbeitstag Freitags mit einem Samstag zu tauschen.

Auch beim Katastrophenschutz und bei Rettungseinsätzen spielt die Digitalisierung eine herausragende Rolle. In den Sessions der Berufsfeuerwehr München haben Teilnehmende spannende Einblicke hinter die Kulissen der Feuerwehrarbeit erhalten und erfahren, wie Einsätze dank Geo- und Satellitendaten, wie die des Digitalen Zwillings München oder des Europäischen Fernerkundungsservices Copernicus, weltweit schneller und sicherer ablaufen.

Mehr vom Digitaltag zum Nachlesen und Anschauen!

Einige Themen des Digitaltages 2021 werden wir in den nächsten Wochen hier auf muenchen.digital noch einmal aufarbeiten. Folgende Präsentationen wurden von unseren Sessiongeberinnen und Sessiongeber für Sie zum Download zur Verfügung gestellt:

  • Status Quo des Mobilfunkausbaus in München – die Rolle der SWM und der Stadtverwaltung
  • Die Rolle des Chief Digital Officer: Live-Interview mit Thomas Bönig
  • DiversITy – Gleichstellung aus der InnenPerspektive
  • Digitale Souveränität, Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit
  • Medienbildung in München – Das BarCamp #mebimuc21
  • Seniorinnen und Senioren entwerfen einen Behörden-ChatBot
  • 22.500 Mal Homeoffice – wie gut funktioniert Homeoffice bei der Landeshauptstadt München? Ergebnisse der Homeoffice-Umfrage 2020

Um Ihnen die Möglichkeit zu geben, einige Vorträge des Digitaltags 2021 nachzuholen, haben wir diese aufgezeichnet. Alle freigegebenen Videos finden Sie auf unserem YouTube-Kanal und unten in der Liste. Schauen Sie rein und erfahren Sie mehr über die Themen:

Wir danken allen Beteiligten des Digitaltags 2021, die das Motto #DigitalMiteinander so toll umgesetzt haben. Nun gilt es, die frischen Impulse aus vier Veranstaltungstagen in die Praxis umzusetzen und die Digitalisierung täglich weiter voranzutreiben.

1 Kommentar
  1. Die vielfältigen Angebote beim Digitaltag 2021 waren für mich eine sehr gute Möglichkeit, einen Überblick über vorhandene Schnittstellen, Organisationen und nicht zuletzt natürlich Arbeitsgebiete bei der LHM zum Thema Digitalisierung zu erlangen. Insbesondere für meinen eigenen Verantwortungsbereich konnte ich so wertvolle Anregungen erhalten, so dass ich für diese Themen in meiner zukünftigen Arbeit nun sensibilisiert worden bin. Insbesondere das Thema „Digitale Souveränität“ ist mir hier ganz besonders in Erinnerung geblieben.
    Herzlichen Dank für die Organisation und Durchführung dieses sinnvollen und zielführenden Plattform-Angebotes.

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