2. Dezember 2020

Soziale Medien und Netzwerke: #ExplainIT am Beispiel LinkedIn


Kategorie: Service


Ein Gastbeitrag von:
Maximilian Rupp, - Customer Success Manager bei LinkedIn GmbH Maximilian Rupp,
Customer Success Manager bei LinkedIn GmbH

Co-Autoren­schaft:
Simon Eisenreich. - Microsoft Account Technology Strategist Simon Eisenreich.
Microsoft Account Technology Strategist



Hinweis: Gastbeiträge sind persönliche Inhalte der Autor*innen und geben nicht die Ansicht der Landeshauptstadt München wieder.
Soziale Medien haben in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen und sich von einem Jugend- und Nischenphänomen zu globalen “Playern” entwickelt. Daher stand das Thema auch auf der Agenda unseres internen Vortragsformats Learn & Lunch. Im folgenden Artikel geben die Referenten Maximilian Rupp und Simon Eisenreich einen Überblick über soziale Medien und soziale Netzwerke am Beispiel von LinkedIn. Ein Beitrag unserer Serie #ExplainIT:

Überall soziale Medien

Die Digitalisierung hat unsere Gesellschaft fest im Griff. Sie verdrängt die früher noch sorgfältig gehorteten Prospekte des lokalen Pizza-Lieferdienstes, sie ersetzt CD- und Plattensammlungen und verändert die Art wie wir zwischenmenschliche Beziehungen pflegen. Sie definiert die Art, wie wir uns informieren und miteinander kommunizieren. Aber auch in der Arbeitswelt ändert sich vieles: Bei der Personalgewinnung wurden Anzeigen in den Tageszeitungen in der Regel durch die Suche im Internet ersetzt. Im Team tauscht man sich – gerade in heutigen Zeiten – per digitalen Tools aus.

Das Spannende daran: In der Regel definieren sich die hier genutzten Plattformen als soziale Medien. Oft fällt auch der Begriff soziales Netzwerk. Zeit, sich mit den Unterschieden zu beschäftigen.

Soziale Medien vs. soziale Netzwerke

Grundsätzlich gilt: Soziale Medien zeichnen sich durch ihre Fluidität aus. Während klassische Medien, wie zum Beispiel Zeitungen, nur in eine Richtung kommunizieren und ab ihrer Veröffentlichung nicht mehr editierbar sind, ist es hier genau anders herum. Soziale Medien ermöglichen eine Kommunikationsform, welche einen Austausch mit dem Rezipienten ermöglicht und diesen dadurch gewissermaßen selbst wieder zum Sender macht. Gleichzeitig unterliegen Medien wie Online-Lexika nicht den Beschränkungen ihrer analogen Vorgänger und können auch nach ihrer Veröffentlichung immer weiter editiert und aktualisiert werden. Als soziales Medium legt ein solches Online-Lexikon seinen Schwerpunkt auf den Artikel. Dieser kann zwar von den Nutzenden bewertet und zu korrigiert werden, der Austausch ist hier aber nur Mittel zum Zweck und nicht die eigentliche Daseinsberechtigung.

Im Gegensatz zu diesen sozialen Medien sind soziale Netzwerke hingegen Plattformen, die eine Sammlung der oben genannten Technologien und Merkmale abbilden. Der aktive Austausch zwischen den Nutzerinnen und Nutzern steht im Vordergrund. Geläufige Beispiele für diese Subkategorie sind Facebook, Twitter oder nebenan.de.

LinkedIn: Soziales Medium oder Netzwerk?

Betrachten wir diese Merkmale nun am Beispiel von LinkedIn, das seit 2016 Teil des Microsoft Konzerns ist. LinkedIn stellt mit mehr als 706 Millionen Mitgliedern in über 200 Ländern (davon 15 Millionen in DACH) das größte berufliche Netzwerk der Welt dar. Hinzu kommen noch über 55 Millionen Firmenauftritte, 90.000 Profile von Schulen und Universitäten sowie die Verfügbarkeit in aktuell 24 Sprachen (alle Zahlen Stand 1. August 2020). Auch das IT-Referat hat hier ein Profil und lädt Sie zum Folgen ein.

Wäre LinkedIn eine Plattform, auf der beispielsweise nur Stellenanzeigen veröffentlicht werden, würde man maximal von einem sozialen Medium sprechen. Über die Anzeige wäre es Unternehmen möglich, mit den Mitgliedern zu kommunizieren und diese hätten über die Bewerbung die Möglichkeit, „zurück“ zu kommunizieren. LinkedIn bietet aber mehr: den professionellen Austausch. Ein eindeutiges Indiz für ein soziales Netzwerk. 

LinkedIn stellt relevante beruflichen Vernetzung in den Fokus

Was LinkedIn von anderen Netzwerken unterscheidet, ist der Fokus auf berufliche Themen. Hier vernetzen sich Nutzerinnen und Nutzer untereinander und tauschen sich aus. Man spricht zur Präzisierung daher auch von einem Business Netzwerk.

Das Herzstück dieser Kommunikation stellt der sogenannte “Newsfeed” dar. Hier werden, sortiert nach Veröffentlichungsdatum und Relevanz für die Nutzenden, die neusten Meldungen der eigenen Kontakte angezeigt. Die vorherigen Interaktionen mit dem jeweiligen „Sender“ – einem persönlichen Profil oder einer Firmen-Seite – entscheidet dabei maßgeblich über diese Relevanz. Wer oft mit einer bestimmten Person interagiert, sieht auch mehr Beiträge dieser Person in seinem Feed.

Mitglieder haben neben dem aktiven Austausch auch die Möglichkeit, ihre eigenen Profile mit zusätzlichen Informationen über sich und ihre Arbeit zu vervollständigen sowie bestimmten Firmen zu „folgen“. Auf Basis dessen werden dann entsprechende Beiträge automatisch angezeigt. Über diese beiden Funktionen steht es jeder Nutzerin und jedem Nutzer somit frei, wie viel Informationen preisgeben werden. Eine Zurückhaltung bei der Beschreibung der eigenen Person führt zu einer Einschränkung im Funktionsumfang der Plattform.

Die Zukunft gehört den Sozialen Medien und Netzwerken

Soziale Medien und Netzwerke verändern die Gesellschaft inzwischen auch (wirtschafts-)politisch. Aktuell geht man davon aus, dass bis zum Jahr 2021 die Zahl der Nutzerinnen und Nutzer sozialer Netzwerke die 3-Milliarden-Marke erreichen wird. Parallel nimmt die Digitalisierung der (Arbeits-)Welt mit steigender Geschwindigkeit stetig zu. Business Netzwerke wie LinkedIn können dabei unterstützen, diese Veränderung besser greifbar zu machen, digitale Kompetenzen über online bereitgestellte Lerninhalte (LinkedIn Learning) zu erwerben, neue beruflich Chancen zu ergreifen und sich mit Expertinnen und Experten sowie Gleichgesinnten auszutauschen. Denn wie schon vor dem digitalen Zeitalter gilt: Wer fragt, dem wird geholfen!

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