24. Juni 2020

Kernbereich Stadt­gesellschaft – Digitalisierung nah am Menschen


Kategorie: Digital

Ein Beitrag von:

Dr. Stefan Döring
Dr. Stefan Döring

Co-Autoren­schaft:
Elisabeth Wagner - Elisabeth Wagner
Die Landeshauptstadt München will die Chancen der Digitalisierung nutzen. Die geplanten Aktivitäten sind drei Kernbereichen zugeordnet, von denen wir zwei bereits vorgestellt haben: Stadtverwaltung und Infrastruktur. In diesem Blogbeitrag geben wir einen Überblick über das für Sie vielleicht naheliegendste Feld, die Stadtgesellschaft.

Stadtgesellschaft – Digitales Miteinander

Bereits jetzt hat die Digitalisierung das Miteinander der Menschen verändert. So erleichtert sie zum Beispiel das Engagement von Ehrenamt, Vereinen, Hilfsorganisationen und anderen Initiativen enorm. Egal ob Zielgruppenansprache oder Mobilisierung – digital geht das ohne großen Aufwand und oft auch kostenlos.

Auch die Kommunikation, Partizipation und Informationssuche erfolgt heute vermehrt online. Das birgt Risiken wie Filterblasen, Fake-News oder Datenmissbrauch. Dennoch überwiegen die Vorteile – gerade wenn man räumlich voneinander getrennt ist. Letztlich hat sich auch das Arbeiten miteinander verändert, ob durch Videokonferenzen oder mobiles Arbeiten.

So unterstützt die Digitalisierung die gesamte Stadtgesellschaft. Der gleichlautende Kernbereich der Digitalisierungsstrategie Münchens lädt alle dazu ein, die Digitalisierung gemeinsam zu gestalten: Für und mit den Menschen.

Bevor wir etwas konkreter auf die Inhalte und Maßnahmen eingehen, erfahren Sie mehr über die Bedeutung des Kernbereichs Stadtgesellschaft für das Leben in München im folgenden kurzen Video:

Stadtgesellschaft stärken

Die Landeshauptstadt München will das soziale Engagement innerhalb der Stadtgesellschaft weiter stärken. Nicht umsonst ist dies in der Digitalisierungsstrategie als oberstes Ziel verankert:

Die Digitalisierung soll dem Wohl der Stadtgesellschaft dienen, das heißt, den Menschen, die in dieser Stadt und der Region leben.

So soll eine Social Community Plattform Transparenz über die vielfältigen sozialen Angebote herstellen. Denn in München gibt es viele Organisationen in Bereichen wie Fürsorge, Sozialarbeit, Nachbarschaftshilfe oder Inklusion. Doch gerade Menschen mit Unterstützungsbedarf tun sich oft schwer, diese Angebote zu finden. Auch kann eine solche Plattform zu einer besseren Vernetzung beitragen.

Durch einen Kapazitätsfinder sollen Angebot und Nachfrage bei knappen Dienstleistungen besser verknüpft werden. Denkbar sind beispielsweise verfügbare Arzttermine, Pflegeplätze und Betreuungsangebote.

Digitale Impulse für den Wirtschaftsstandort München

Vorausschauende kommunale Beschäftigungs- und Qualifizierungsinitiativen sollen ebenso wie Innovations- und Startup-Förderung den Wirtschaftsstandort München stärken. Schließlich ist eine auch digital gut aufgestellte wirtschaftliche Basis ein wichtiger Baustein für das Wohl der Stadtgesellschaft.

Das Innovations- und Gründerzentrum MUNICH URBAN COLAB (MUC) wird bald zu den interessantesten digitalen Hot Spots der Stadt gehören. Hier arbeiten Start-ups, innovative Unternehmen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Kreative unter einem Dach an intelligenten Lösungen für das München der Zukunft. Anfang 2021 steht der Umzug in den Neubau im Kreativquartier an.

Breite Beteiligung der Stadtgesellschaft

Der digitale Wandel zum Wohl der Stadtgesellschaft kann nicht nur in Planungsbüros und Ämtern „erfunden“ werden. Die Stadt bindet hier die Stadtgesellschaft aktiv ein und schafft Möglichkeiten zu breiter Diskussion und Mitwirkung für Bürgerinnen und Bürger. Die auch hier im Blog beschriebenen vorhandenen Formate – Events, Wettbewerbe, Open Calls und vieles mehr – werden deshalb ausgebaut.

Politik, Stadtverwaltung, Personalvertretungen, Bürgerschaft und Wirtschaft werden über einen Digital-Beirat eingebunden. Eine Beteiligungsplattform wird öffentliche Vorhaben künftig noch breiter als bisher kommunizieren und Interessierte sowie Betroffene einladen, sich an der Entwicklung der Stadt zu beteiligen.

Für Menschen ohne einschlägige IT-Erfahrung soll es Räume zum Ausprobieren geben: In Digital-Laboren können sie sich mit digitalen Angeboten und Werkzeugen vertraut machen. Für das Top-Thema Verkehr sind eigene Mobilitäts-Labore geplant. Zudem fördert die Stadt Schulungs- und Bildungsangebote zum grundlegenden Erlernen digitaler Fähigkeiten. Gestartet wird mit Angeboten für Seniorinnen und Senioren.

Letztlich ist der Digitalisierungsradar nicht nur ein Informationsmedium rund um alle Handlungsfelder und Maßnahmen im Kernbereich Stadtgesellschaft, sondern wird zu einem Beteiligungsinstrument weiterentwicklelt.

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