24. April 2020

Web-App COVe jetzt Open Source verfügbar


Kategorie: Service


Ein Gastbeitrag von:
Dr. Dirk Gernhardt, - Leiter Competence Center Software Engineering bei it@M Dr. Dirk Gernhardt,
Leiter Competence Center Software Engineering bei it@M
Nicht nur in Krisenzeiten gilt es, gute Lösungen zu teilen und sich gegenseitig zu unterstützen. Daher stellt das IT-Referat die Web-App COVe für die COVID-19-Verdachtsfall-Verwaltung als Open Source zur Verfügung. Ein Beitrag in der Serie #ITforMuc.

Arbeitserleichterung für die Verwaltung von COVID-19-Verdachtsfällen

Wie wir hier bereits berichtet haben, hat ein Team von fünf Software-Entwicklerinnen und Entwicklern aus dem IT-Referat, dem Gesundheitsamt München die Web-App COVe (Corona-Verdachtsfallverwaltung) zur Verfügung gestellt. So konnte in kürzester Zeit die telefonische Begleitung von Index- und Kontaktpersonen sowie Einreisenden deutlich effizienter gestaltet werden. Über 300 Anwenderinnen und Anwender und 20.000 Personen konnten davon bereits profitieren. Ein gelungenes Beispiel dafür, wie Digitalisierung helfen kann.

Open Source – Lösungen und Wissen teilen

Das IT-Referat betreibt und entwickelt Software-Lösungen für die städtischen Referate und Eigenbetriebe. So ist auch die Web-App COVe als Unterstützung für das Gesundheitsamt München entstanden. Aber nicht jede Behörde hat dafür ausreichend Kapazitäten. Gerade kleinere Kommunen können das nicht leisten.

Dabei sind die Anforderungen und auch der Bedarf an solchen Anwendungen für Behörden sehr ähnlich. Auch sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen die gleichen. Gerade die Web-App COVe kann in Zeiten von Corona für andere Kommunen und Kreisverwaltungsbehörden hilfreich und effizient sein.

it@M, der digitale Service- und Technologie-Provider innerhalb des IT-Referats, ist daher gerne bereit, die Software-Lösung COVe als Open Source nun frei zugänglich zu machen. Der Quellcode ist öffentlich und kann eingesehen, geändert und kostenlos genutzt werden.

Ich leite das Competence Center für Software Engineering bei it@M. Mit meinem Team habe ich die Software entwickelt. Seit den 10 Jahren in der IT der Landeshauptstadt frage ich mich, warum Kommunen bei der Softwareentwicklung nicht häufiger zusammenarbeiten. Die Krisensituation zeigt noch deutlicher, wie wichtig gegenseitige Hilfe ist. Deshalb stellen wir gerne unsere Web-App COVe als Open-Source-Software zur Verfügung.

Die Web-App als Open Source

it@M hat die Software über die Plattform GitHub bereitgestellt. Die Web-App COVe ist lizenziert unter der European Union Public Licence (EUPL).

Es gibt dort zwei Verzeichnisse, weil das Frontend und das Backend der Web-App architektonisch sauber voneinander getrennt sind:

In der Vergangenheit hat it@M bereits andere Lösungen Open Source gestellt, zum Beispiel die Unicode-Anwendung Kiwi mit der es leichter möglich ist, beim Datenaustausch mit anderen Behörden sowie der Bürgerschaft und Wirtschaft Namen mit lateinisch-diakritischen Zeichen in Anwendungen einzugeben – und zwar in allen europäischen Sprachen mit lateinischem Alphabet . Auch zukünftig wird das IT-Referat Software Open Source zur Verfügung stellen.

1 Kommentar
  1. Und es bestätigt sich, auch die Frage ob CWA, Luca oder andere Lösungen, wie SORMAS X sollten als Open Source Lösungen optimiert werden.
    Meine Beachtung fand auch das Dokument des GA Nürnberg, im_schatten_der_coronaapp.pdf.
    Dort wurden Sie und Ihre Lösungen erwähnt, bzw. ein Link bekannt gemacht:

    “So hat z.B. München seine Lösung als Open-Source-Software bereits verfügbar gemacht, Hamburg bietet seine Pandemie Management-Lösung als gehostete Lösung im Rechenzentrum an und auch die anderen Städte (z.B. Köln und Nürnberg) stellen ihr Wissen gerne anderen Kommunen zur Verfügung.
    Für die Post-Corona-Zeit (hoffentlich spätestens ab 2022) stellt sich aber die Frage nach einer Konsolidierung dieser Lösungen, zumal eine dauerhafte Wartung und Weiterentwicklung von sehr vielen – inhaltlich ähnlichen jedoch technisch unterschiedlichen – Lösungen, weder von den Kommunen (Stichwort Budgets) gewünscht sein kann, noch aus Sicht einer abgestimmten Pandemiebekämpfung (Bundes- und Europa-Perspektive) sinnvoll erscheint.”

    PS: aktiv als Senior Projektassistent, PANQURA (Verbundprojekt QURATOR 2021), Lehren ziehen im Prozess Kontext bei der Semtation GmbH /… und ab 1.04.2021 Kundenbetreuer bei der UniSoft GmbH Roth, GA-SW Äskulab21 / Follower IT@M in linkedin

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