Klima und Umwelt

Der Einsatz neuer Technologien und Innovationen leistet einen Beitrag, die Klimaziele der Stadt München zu erreichen, Ressourcen zu schonen und die Immissionsbelastung zu reduzieren. Digitale Technologien sollen im Sinne einer „Smart City“ genutzt werden, um die Eindämmung des Klimawandels zu fördern und die erzielten Fortschritte transparent zu machen.  

Vernetzte Umweltdaten schaffen die Grundlage, um die Stadtplanung nachhaltig gestalten zu können. Gleichzeitig ist es entscheidend, die Digitalisierung selbst ökologisch zu gestalten, ihre Folgewirkungen zu berücksichtigen und Rebound-Effekte zu vermeiden.

Maßnahmen

Geplant
0 5
In Umsetzung
3 5
Abgeschlossen
2 5

Ziele

Digitalisierung für eine klimaneutrale Stadt

Digitalisierung für eine klimaneutrale Stadt

Die Stadt München nutzt die Digitalisierung, um mit verbesserter Planung und Steuerung regional zum Erreichen von Klimaneutralität und Klimaresilienz beizutragen.

Verfügbarkeit von Umweltdaten

Verfügbarkeit von Umweltdaten

Die Stadt München nutzt digitale Technologien, um einen umfassenden Datenbestand in Bezug auf Umweltparameter zu erheben und stadtweit bereitzustellen. Damit werden städtische Planungsaufgaben unter ökologischen Gesichtspunkten unterstützt.

Nachhaltiges Verhalten und Umweltbewusstsein durch Digitalisierung

Nachhaltiges Verhalten und Umweltbewusstsein durch Digitalisierung

Die Stadt München setzt neue, innovative Technologien ein, um nachhaltiges Verhalten anzuregen und Umweltbewusstsein in der Stadtgesellschaft zu schaffen.

Umweltgerechte Digitalisierung

Umweltgerechte Digitalisierung

Die Stadt München berücksichtigt die Umweltauswirkungen der Digitalisierung, um den ökologischen Fußabdruck der Digitalisierung zu reduzieren.

Maßnahmen

Geplant In Umsetzung Abgeschlossen

Im Dezember 2019 hat der Münchner Stadtrat den Klimanotstand für München ausgerufen und gleichzeitig das Ziel der Klimaneutralität für die Stadtverwaltung bis 2030 und für das Stadtgebiet bis 2035 vorgezogen. Es soll ein digital unterstütztes Monitoring der Klimaschutzaktivitäten der Landeshauptstadt aufgebaut werden, um das Erreichen der Klimaschutz-Ziele zu unterstützen.

Angestrebte Ergebnisse:

Um die Maßnahmen der Landeshauptstadt zur Erreichung der Klimaneutralität zu überwachen und erfolgreich umzusetzen, setzt sie auf digitales Monitoring, das im ersten Schritt den CO2-Fußabdruck (Corporate Carbon Footprint) der Verwaltung, der Eigenbetriebe und der Beteiligungsgesellschaften ermittelt.

Status Abgeschlossen
Informationen aus dem Digitalisierungsbericht
Erfolge in 2023
  • Das Projekt erteilte 2023 den Zuschlag für eine digitale Monitoring-Lösung zur Ermittlung des Corporate Carbon Footprint. Im vierten Quartal 2023 stand diese Lösung zur Verfügung.
  • Schulungen für Administrator*innen, die künftig die Monitoring-Lösung zur Überwachung des CO2-Fußabdrucks eigenständig konfigurieren, laufen bereits. Schulung für Anwender*innen befinden sich derzeit in Vorbereitung – ab 2024 sollen Mitarbeitende das System nutzen können.
Ausblick 2024
  • Seit Februar 2024 pflegen die Beteiligungsgesellschaften, beteiligte Dienststellen der Landeshauptstadt und Eigenbetriebe Daten der bisherigen Erhebung aus dem Jahr 2020/2021 ein. In der zweiten Jahreshälfte folgen dann neue Daten aus dem Jahr 2022. So liegt voraussichtlich bereits Ende 2024 ein erster Bericht zum CO2-Fußabdruck der Abteilungen vor.

Der Digitale Zwilling bietet die technische Möglichkeit, verschiedenste Umweltbelange (z.B. Luft, Lärm, Stadtklima, Biodiversität, Naturschutz) zu integrieren und damit die Auswirkungen von Vorhaben bzw. Varianten der Stadtplanung zu simulieren. Auswirkungen der jeweiligen Planungsvorhaben auf die verschiedenen Umweltbelange können so besser erkannt, Varianten durchgespielt und die aus Umweltsicht bestmögliche Lösung erarbeitet werden. Damit wird die Stadtplanung qualitativ verbessert. Die Umweltbelange liegen im RKU aktuell in unterschiedlicher Digitalisierungsqualität – von analogen Karten bis zu digital abrufbaren Messergebnissen – vor. Nach Festlegung der zu integrierenden Umweltbelange, sind diese zu digitalisieren und in den Digitalen Zwilling einzubinden, um die Anwendung weiterzuentwickeln. Zur Klärung des fachlichen Bedarfs und ggf. der technischen Lösungsmöglichkeiten erfolgt eine enge Abstimmung mit dem Team des Digitalen Zwillings im Kommunalreferat sowie mit it@M.
Für die Prüfung der Umweltbelange sind i.d.R. Informationen der anderen städtischen Referate notwendig, wie z.B. zur Mobilität (MOR/MVG), zur (geplanten) Bebauung bzw. zu geplanten Quartieren (PLAN) und zur aktuellen baulichen Situation (BAU). Diese Informationen sollen zukünftig zentral über den Digitalen Zwilling für eine digitale Bearbeitung abrufbar sein.

Laufzeit: 2023-2025

Angestrebte Ergebnisse:

Das Referat für Klima- und Umweltschutz beschäftigt sich mit unterschiedlichen Belangen etwa der Luft, dem Lärm, dem Stadtklima, der Biodiversität oder dem Naturschutz. Um die gesteckten Ziele noch effizienter zu erreichen, nutzt das Referat seit einiger Zeit den „Digitalen Zwilling“, um Lösungen, Planungen und Techniken zuerst im digitalen Abbild der Landeshauptstadt zu simulieren, bevor sie in München real umgesetzt werden. So lassen sich auch mehrere Szenarien vergleichen, um am Ende die bestmögliche Lösung aus Umweltsicht zu erarbeiten.

Weitere Informationen: Digitaler Zwilling München
Status In Umsetzung
Informationen aus dem Digitalisierungsbericht
Erfolge in 2023
  • Seit 2023 liegen dem Referat die Daten zur Landbedeckungsanalyse vor. Der Datensatz enthält wichtige Informationen zur Oberflächenstruktur der Stadt – also ob Gebäude darauf stehen, welche Vegetation vorherrscht, ob der Boden offen ist und ob Gewässer in der Umgebung sind. Unter anderem für die „Flächenkulisse Biodiversität“ spielen diese Informationen eine wichtige Rolle. Denn damit lässt sich zum Beispiel definieren, welche Bereiche unverzichtbar für den Erhalt der biologischen Vielfalt, der Biodiversität, sind.
  • Mithilfe des Digitalen Zwillings will das Referat künftig analysieren, wie sich Veränderungen im Verkehrsaufkommen oder in der Infrastruktur auf die Luftqualität in München auswirken. Für dieses Vorhaben hat das Referat 2023 erste Daten für die Analyse gesammelt – etwa zur Bebauung im Stadtgebiet, zu Verkehrsnetzen und Verkehrszahlen, oder Messwerte zur Luftqualität (amtliche Messungen) des Landesamts für Umweltschutz. Künftig soll die Einbindung der Messdaten automatisch über eine externe Schnittstelle direkt ins System erfolgen.
Ausblick 2024
  • Auch die Grundwassermessstellen will das Referat für Klima- und Umweltschutz 2024 digitalisieren. Sensoren, sogenannte Datenlogger, sollen dann automatisch ermitteln, wenn an Messstellen Niedrig- oder Hochwasser herrscht. Um, etwa im Katastrophenfall, schnellstmöglich alle Bürger*innen warnen zu können, sollen die Daten künftig im GeoPortal München öffentlich verfügbar sein.

Die Stadt München wird eine Nachhaltigkeitsstrategie erstellen und umsetzen. Das IT-Referat unterstützt die Erarbeitung einer Nachhaltigkeitsstrategie und formuliert strategische Grundlagen für eine Digitalisierung im Sinne der Nachhaltigkeit.

Status Abgeschlossen

Durch den Einsatz von Green-IT-Ansätzen sollen Energie und Ressourcen möglichst schonend über den gesamten IT-Lebenszyklus hinweg eingesetzt werden. Dabei wird die ökologische Bilanz von IT-Endgeräten und Rechenzentren ganzheitlich betrachtet. Die Rechenzentren der Stadt München werden schon heute über Fern- und Nahkälte aus der benachbarten Grundwasserversorgung in Moosach versorgt und nutzen zu 100% Ökostrom. Design, Betrieb und Weiterentwicklung der Rechenzentren sind auf eine kontinuierliche Optimierung der Energieeffizienz ausgerichtet. Außerdem wird die Beschaffung und Entsorgung von Endgeräten fortwährend nachhaltig gestaltet.

Laufzeit: 2019-2025

Angestrebte Ergebnisse:

Die Maßnahme Green-IT setzt auf möglichst energie- und ressourcenschonende Strukturen im gesamten IT-Lebenszyklus.

Status In Umsetzung
Informationen aus dem Digitalisierungsbericht
Erfolge in 2023
  • Um den Energieverbrauch besser kontrollieren zu können, hat das Projekt einen Energiereport im Rechenzentrum eingeführt. Dieser beinhaltet den graphisch dargestellten Verbrauch von elektrischer und Kälte-Energie.
  • Eine durchgehende Differenzstrommessung in den Rechenzentren misst Fehlerströme und wertet diese automatisch aus. So lässt sich nicht nur der Verbrauch reduzieren – auch der Personen- und Sachschutz verbessert sich durch eine ständige Überwachung des Stromnetzes in Rechenzentren erheblich.
  • Um Rechenzentren im Falle eines Stromausfalls zu schützen, nutzen sie eine sogenannte unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV-Anlagen). Diese Anlagen sind oft redundant geplant – und im Zuge einer Modernisierung hat das Projekt einige Anlagen stillgelegt. So ist der sichere Betrieb des Rechenzentrums garantiert, allerdings ist die Verlustleistung deutlich geringer und somit das gesamte Rechenzentrum energieeffizienter.

Das Energie-Monitoring und der Energie-Report schaffen ein greifbares Bild der Energiemengen, die ein Rechenzentrum tagtäglich verbraucht. Sie bieten aber auch die Chance, Einsparpotenziale zu finden, die ein Rechenzentrum energieeffizienter macht.

Ausblick 2024
  • 2024 sind eine TÜV-Zertifizierung nach Green-IT-Standards und ein Energiemanagementsystem (nach Standard ISO 50001) geplant, die it@M beim Umbau zu mehr Energieeffizienz stärken soll. Um bei der Energieversorgung noch nachhaltiger zu werden, setzt das Rechenzentrum am Agnes-Pockels-Bogen bei der Energieversorgung künftig auf eine neu installierte Photovoltaik-Anlage.

Die zielgerichtete Vergabe von Fördermitteln ist ein wichtiges Instrument, um klimaschonendes Verhalten in der Stadtgesellschaft zu fördern. Die Stadt München richtet ihre Förderprogramme in Hinblick auf die Zielerreichung der Klimaneutralität neu aus, optimiert dahingehend ihre Verwaltungsprozesse und etabliert ein digitales Fördermittelmanagement.

Laufzeit: 2022-2025

Angestrebte Ergebnisse:

Das Referat für Klima- und Umweltschutz fördert bauliche und energietechnische Maßnahmen zur drastischen Reduzierung von Treibhausgasen. Zusätzlich fördert es klimaneutrale Antriebe, z. B. E-Lastenräder, Elektrofahrzeuge, Ladeinfrastruktur und Beratungsleistungen zur Erreichung der Klimaneutralität. Das digitale Fördermittelmanagement soll die Beantragung und Vergabe von Fördermitteln aufwandsarm und nutzungsfreundlich für alle Beteiligten unterstützen und geeignete Daten für das Wirkungscontrolling der Fördermaßnahmen zur Verfügung stellen.

Status In Umsetzung
Fortschritt
50%
Informationen aus dem Digitalisierungsbericht
Erfolge in 2023
  • Die rechtlichen Grundlagen der Förderung für klimaneutrale Gebäude werden ständig aktualisiert. Eine Weiterentwicklung der eingesetzten digitalen Lösung ermöglicht nun flexible Anpassungen. So können Mitarbeitende etwa selbstständig die Fördersätze ändern, wenn dies nach einer Rechtsänderung notwendig wird.
  • Auch die Förderung klimaneutraler Antriebe lässt sich seit dem 01. Juni 2023 online beantragen und von Mitarbeitenden bearbeiten – so lassen sich auch kurzfristige Gesetzesänderungen mitberücksichtigen. Seit Januar 2024 ist auch das Elektrotaxi Teil des Förderprogramms.