13. März 2026

München beteiligt sich am „Agentic AI Hub“

Ein Pilotprojekt untersucht, wie KI-Agenten Einbürgerungsverfahren unterstützen und Verwaltungsprozesse effizienter gestalten können.

Die Bundesinitiative "Agentic AI Hub"

Die Landeshauptstadt München ist Teil des neuen „Agentic AI Hub“ des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS). Ziel der Initiative ist es, Künstliche Intelligenz (KI) konkret in der öffentlichen Verwaltung zu erproben und neue Anwendungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Aus zahlreichen Bewerbungen wurden 18 Pilotprojekte ausgewählt, darunter auch ein Projekt aus München.

Die Stadt setzt bereits heute KI-Technologien in verschiedenen Bereichen ein. Für weitere Fortschritte sind jedoch starke Netzwerke und ein enger Austausch entscheidend. Gemeinsam arbeiten das IT-Referat und das Kreisverwaltungsreferat an einem praxisnahen Anwendungsfall: KI-Agenten sollen künftig den Bereich der Einbürgerung unterstützen und Abläufe effizienter gestalten. 

Agentische KI in der Verwaltung

Agentische KI beschreibt autonome Software-Systeme, die Aufgaben weitgehend selbstständig ausführen können. In Verwaltungsprozessen können solche Systeme beispielsweise:

  • Anträge auf Vollständigkeit prüfen
  • Fehlende Dokumente automatisiert anfordern
  • Eingereichte Unterlagen analysieren
  • Vorschläge für die weitere Bearbeitung vorbereiten

Ziel ist es, Verwaltungsverfahren effizienter zu gestalten und Mitarbeitende zu entlasten, ohne dass die Verantwortung für Entscheidungen aus der Hand gegeben wird.

Münchner Pilotprojekt für Einbürgerungsverfahren

München bringt einen konkreten Anwendungsfall in die Initiative ein. Im Pilotprojekt soll agentische KI künftig Verfahren im Bereich der Einbürgerung unterstützen und Abläufe effizienter gestalten. Untersucht wird dabei, wie KI-Agenten Sachbearbeitende im Arbeitsalltag entlasten können – etwa durch automatisierte Vorprüfungen von Anträgen oder durch strukturierte Aufbereitung relevanter Informationen. Perspektivisch könnten Bürger*innen dadurch schnellere Rückmeldungen zu ihren Anträgen erhalten.

Der bundesweiter „Maschinenraum“ für KI

Der Agentic AI Hub versteht sich als zentrale Plattform, die Bund, Kommunen und Startups zusammenbringt. In diesem „virtuellen, standortübergreifendem Maschinenraum“ werden bürokratische Herausforderungen in technische Prototypen übersetzt, getestet und weiterentwickelt.

Die Pilotphase läuft zunächst von März bis Mai 2026. In dieser Zeit entwickeln die Projektteams konkrete Lösungen und prüfen deren Wirksamkeit sowie Skalierbarkeit. Ziel ist es, erfolgreiche Ansätze später auch anderen Kommunen zur Verfügung zu stellen.

Zusammenarbeit als Schlüssel

Die Teilnahme Münchens am Programm wurde durch die Zusammenarbeit verschiedener Referate innerhalb der Stadtverwaltung möglich. Das Referat für Arbeit und Wirtschaft hat den Kontakt zum Programm hergestellt und damit eine wichtige Brücke zwischen Verwaltung, Startup-Ökosystem und Bund gebaut.

Gerade für eine Großstadt wie München ist diese Form der Kooperation entscheidend. Digitale Innovationen entstehen selten im Alleingang, sondern im Zusammenspiel von Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Technologiepartnern.

München freut sich daher, Teil des Agentic AI Hub zu sein und aktiv daran mitzuwirken, wie KI Verwaltungsprozesse ganz konkret verbessern kann.