31. August 2026

Digitalisierungsleitlinie für München

München stärkt die Rolle der CDO und beschleunigt mit einer neuen Leitlinie die digitale Transformation der Stadtverwaltung.

Digitalisierungsboost für die Stadtverwaltung

CDO Laura Dornheim und Oberbürgermeister Dominik Krause, © Michael Nagy, Presseamt München

Die Landeshauptstadt München treibt die Digitalisierung ihrer Verwaltung weiter voran. Mit der neuen Digitalisierungsleitlinie stärkt Oberbürgermeister Dominik Krause die Rolle des Chief Digital Officer (CDO) und schafft die Voraussetzungen für eine konsequentere stadtweite Steuerung der digitalen Transformation.

CDO der Landeshauptstadt München ist IT-Referentin Dr. Laura Sophie Dornheim. Sie steuert die digitale Transformation der Landeshauptstadt München, berät die Stadtspitze und die Referatsleitungen und vertritt die Stadt in allen Fragen der Digitalisierung gegenüber externen Partner*innen und Behörden. 

Mit den dafür notwendigen, weitreichenden Befugnissen übernimmt die CDO gemeinsam mit dem IT-Referat eine noch stärkere Rolle im stadtweiten Digitalisierungsmanagement. Dieses reicht von der Weiterentwicklung der Digitalisierungsstrategie und der Festlegung gemeinsamer Standards bis zur Priorisierung und Umsetzung zentraler Digitalisierungsvorhaben.

Vier Schwerpunkte

Damit die digitale Transformation im Arbeitsalltag konkret spürbar wird, setzt die Digitalisierungsleitlinie zunächst vier Schwerpunkte:

  • Standardisierung statt Einzellösungen: Bewährte Standardlösungen, gemeinsame Plattformen und wiederverwendbare Komponenten sollen digitale Angebote schneller, wirtschaftlicher und einfacher nutzbar machen. Dabei gilt: so viel Standardisierung wie möglich, so viel Individualisierung wie nötig.
     
  • Digitale Prozesse statt Papier: Unterschriften und Mitzeichnungen im innerdienstlichen Schriftverkehr sollen grundsätzlich digital erfolgen. Papier ist nur noch erforderlich, wenn gesetzliche, vertragliche oder andere triftige Gründe dagegensprechen. Dadurch lassen sich Medienbrüche vermeiden und Bearbeitungszeiten verkürzen.
     
  • Konsequente Nutzung der eAkte: Die flächendeckende Einführung der elektronischen Akte wird weiter beschleunigt. Sie ermöglicht schnellere Umläufe sowie transparente, revisionssichere und durchgängig digitale Arbeitsabläufe. Ziel ist die stadtweite Nutzung von eAkte und Inputmanagement bis Ende 2028.
     
  • Künstliche Intelligenz bei Anfrage-Formularen: KI soll bei städtischen Anfrage-Formularen eingesetzt werden, um wiederkehrende Anfragen schneller zu beantworten und die Mitarbeitenden in den Referaten zu entlasten.

Digitalisierung ist Teamarbeit

Digitalisierung ist mehr als die Einführung neuer Technik. Sie schafft eine gemeinsame moderne Arbeitsweise, entlastet die rund 40.000 Mitarbeitenden der Stadtverwaltung und verbessert den Service für die Münchner*innen.

Die Referate und Eigenbetriebe bleiben für ihre jeweilige digitale Weiterentwicklung verantwortlich und arbeiten dabei eng mit dem gesamtstädtischen Digitalisierungsmanagement zusammen. So wird die digitale Transformation zentral koordiniert und zugleich gemeinsam in der gesamten Stadtverwaltung umgesetzt.