21. Mai 2026

Stadt Wolfsburg setzt auf Münchner Open-Source-Anwendung DAVe

Die Stadt Wolfsburg nutzt seit April die gemeinsam vom Mobilitätsreferat und it@M entwickelte Open-Source-Software DAVe für Verkehrszählungen.

Open-Source-Lösung für die Verkehrsplanung

Die Fachanwendung DAVe (Datenbank und Auswertung von Verkehrszählungen) wurde als Open Source Software gemeinsam vom Mobilitätsreferat und dem Eigenbetrieb it@M entwickelt. Das Mobilitätsreferat hat die fachlichen Anforderungen an diese Software spezifiziert, die technische Umsetzung erfolgte durch it@M. Die Eigenentwicklung war nötig, weil es keine vergleichbare Lösung auf dem Markt gibt.

DAVe ermöglicht die Verwaltung, Auswertung, Darstellung und Aufbereitung von Verkehrserhebungen. Die Daten helfen bei der Analyse der Verkehrsentwicklung und werden für die Verkehrsplanung in München verwendet. Sie zeigen zum Beispiel Verkehrsmengen von Kfz und Radverkehr und machen Entwicklungen über längere Zeiträume sichtbar.

Erste weitere Kommune setzt DAVe ein

In München ist DAVe seit 2021 im Einsatz. Doch auch das Interesse anderer Kommunen an dieser Fachanwendung ist aus nachvollziehbaren Gründen sehr groß. Die Stadt Wolfsburg hat nun seit April als erste Kommune DAVe im Einsatz. 

Damit zeigt sich, wie kommunale Eigenentwicklungen über Stadtgrenzen hinaus Mehrwert schaffen können. DAVe ist ein Beispiel dafür, wie offene Softwarelösungen die digitale Transformation der Verwaltung unterstützen und die Zusammenarbeit zwischen Städten stärken können. 

Mit DAVe ist in München eine moderne Open-Source-Lösung entstanden, die einen konkreten Mehrwert für die Verkehrsplanung schafft – und nun auch anderen Kommunen zur Verfügung steht. Dass Wolfsburg DAVe einsetzt, zeigt, wie wichtig Zusammenarbeit und Wissensaustausch zwischen Städten sind.

Portrait der IT-Referentin Dr. Laura Dornheim

Dr. Laura Dornheim IT-Referentin und CDO der Stadt München

Datenbasis wird kontinuierlich erweitert

DAVe wird nach und nach weiterentwickelt, um zusätzliche Daten zu integrieren und damit immer leistungsfähiger zu werden. Zunächst wurden mehr als 5.000 manuell erhobene Kfz- und Radverkehrszählungen in die Anwendung integriert. In einer zweiten Projektstufe kamen Daten aus Kfz-Detektoren und Fahrrad-Dauerzählstände hinzu. Aktuell werden auch manuell erhobene Fußverkehrsdaten einbezogen.