19. Februar 2026

Einführung der Open-Source-Anwendung "Ehrenamtjustiz"

Effizienzsteigerung für die Schöff*innen und Richter*innenberufung

Die Digitalisierung der Justiz schreitet voran

Mit der neuen Open-Source-Anwendung "Ehrenamtjustiz" führt das IT-Referat der Landeshauptstadt München ein modernes Fachverfahren zur Berufung von Schöff*innen beim Amtsgericht sowie ehrenamtlichen Richter*innen am Verwaltungsgericht ein. 

Bislang war die Erfassung, Verwaltung und Auswahl geeigneter Bewerber*innen mit der Software "Schöffenverwaltung" komplex und zeitintensiv. 

Digital und vereinfacht

"Ehrenamtjustiz" unterstützt die Sachbearbeiter*innen der Gemeindeverwaltung bei ihrer täglichen Arbeit. Bewerbungen werden zentral erfasst und verwaltet. Vorschlagslisten werden auf Grundlage eines präzisen Abgleichs der Bewerberdaten mit dem Melderegister automatisiert erstellt. 

Gleichzeitig eröffnet die Anwendung einen digitalen Weg für die Bürger*innen der Stadt: Wer sich für das Schöffenamt oder das Amt als ehrenamtliche*r Richter*in interessiert, kann online mit der Gemeindeverwaltung in Kontakt treten und sich für die Vorschlagslisten vormerken lassen. Das senkt Hürden – und stärkt die Beteiligung an der ehrenamtlichen Justiz.

"Ehrenamtjustiz“ ist ein wichtiger Schritt hin zu einer modernen Justizverwaltung. Die Open-Source-Anwendung ermöglicht effiziente Abläufe und erleichtert den Zugang zum ehrenamtlichen Engagement in der Justiz.

Portrait der IT-Referentin Dr. Laura Dornheim

Dr. Laura Dornheim IT-Referentin und CDO der Stadt München

Bewährte Architektur – nachhaltig gelöst

Technisch basiert die Anwendung auf der bewährten it@M-Referenzarchitektur und wird auf der OpenShift-Plattform betrieben. Die Architektur gewährleistet eine klare Trennung von Komponenten und bietet standardisierte Schnittstellen zu externen Systemen wie dem Einwohnermelderegister und Änderungsdiensten. Der Schritt hin zu Open Source steht dabei nicht nur für Effizienz, sondern auch für Nachhaltigkeit und Zukunftssicherheit in der Softwareentwicklung.

Die neue Lösung macht Abläufe nachvollziehbarer und Prozesse robuster. Vor allem aber erleichtert sie den Zugang zur ehrenamtlichen Justiz – einem Bereich, der vom Engagement der Bürger*innen lebt.